Am Samstag wird es mal wieder ernst für den klassischen Jahrgang. Die dreijährigen Hengste treffen sich auf der berühmten-Bahn von Epsom zu den mit 1.625 Millionen Pfund dotierten Derby Stakes über 2420 Meter – und wer als Zuschauer einmal da war, der wird immer wieder herkommen wollen.
Die Atmosphäre an diesem traditionell besucherstärksten Renntag der europäischen Saison auf den weiten Feldern rund um das Geläuf ist einmalig. Kaum ein Jahr, in dem nicht sechsstellige Besucherzahlen erreicht werden. Vier der letzten sechs Titel heimste der irische Startrainer Aidan O´Brien ein, insgesamt sechsmal holte er den Titel schon. Ihn trennt nur ein Sieg davon, mit den drei in der Historie erfolgreichsten Trainern der Prüfung gleichzuziehen. Der letzte von diesen war Fred Darling, der 1941 sein siebtes Derby gewann. Natürlich ist O´Brien auch Titelverteidiger. Auch wenn er – wie in 2016 und 2017 nicht gewann – dann lief der eine oder andere seiner Cracks zumindest auf die Plätze.
In diesem Jahr könnte Ballydoyle maximal die Hälfte des Feldes stellen. Vierzehn Pferde waren am Mittwoch noch startberechtigt, sieben davon aus dem Stall von O´Brien. Allen voran der 17:10-Favorit Saxon Warrior: Sogar für Ballydoyle-Verhältnisse ist der bei vier Starts noch ungeschlagene Deep Impact-Sohn unter Ryan Moore ein kochend heißer Favorit. Zweimal bei vier Starts siegte der Hengst auf Gruppe I-Ebene, souverän in den 2000 Guineas vor Monatsfrist, nach Kampf in der Racing Post Trophy Ende Oktober in Doncaster. Damals hielt er mit einem Hals-Vorteil John Gosdens Roaring Lion unter Oisin Murphy in Schach, der nach seinem überragenden viereinhalb Längen-Sieg im wichtigsten Derby-Trial, den Gruppe II-Dante Stakes von York, der einzige ebenfalls zweistellig notierte Herausforderer ist – bei 65:10. Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden in den 2000 Guineas war der von John Gosden trainierte Kitten´s Joy-Sohn nur Fünfter und das, obwohl er schon zur Vorbereitung die Craven Stakes (Gr.III) bestritten und dort einen dritten Platz belegt und Kondition geholt hatte. Doch auf der weiteren Distanz dürfte sich der Crack weitaus wohler fühlen. Gosden gewann zuletzt 2015 das Derby mit dem späteren Arc-Sieger Golden Horn.













