Nächste Guineas-Überraschung durch Romanised

Das Highlight des Tages waren am Samstag die zur Gruppe I zählenden Irish 2000 Guineas (400.000 Euro) auf dem Curragh und einmal mehr sollte es in einem diesjährigen europäischen Klassiker eine faustdicke Überraschung geben.

Denn es waren nicht die gemeinten Pferde, die die irischen Guineas bestimmten, sondern der von Ken Condon trainierte 260:10-Außenseiter Romanised, der unter Shane Foley das Meilen-Rennen gewann. Mit einem unnachahmlichen Schlussakkord verwies der Holy Roman Emperor-Sohn den lange führenden Co-Favoriten US Navy Flag (Ryan Moore) aus dem Quartier von Aidan O’Brien auf den zweiten Platz. Damit verpasste der erfolgsverwöhnte Ballydoyle-Trainer seinen zwölften Sieg in diesem Rennen. Rang drei ging an den ebenfalls von O’Brien trainierten Gustav Klimt (Donnacha O’Brien). Sowohl für Trainer Ken Condon, als auch für Jockey Shane Foley, beides Iren, war es dagegen der erste Triumph in den Irish 2000 Guineas. Foley konnte allerdings bereist die Irish 1000 Guineas gewinnen. 2016 triumphierte er mit Jet Setting.

Der Sieger kam mit einem sechsten Platz aus den Tetrarch Stakes (LR) an den Start und nun diese Leistungs-Explosion, die so nicht zu erwarten war. Für Romanised war es ohnehin erst der zweite Sieg seiner Laufbahn. Gleich bei seinem Debüt im vergangenen Jahr konnte er gewinnen, später folgte noch ein zweiter Rang in den Solario Stakes der Gruppe II. Völlig aus dem Rennen fiel am Samstag dagegen der Favorit Elarqam (Mark Johnston/Jim Crowley), der früh Notsignale sendete und nur im geschlagen Feld an den Pfosten kam.

In diesem Jahr sind die Klassiker immer wieder für Überraschungen gut. In Deutschland gewann Ancient Spirit zu einer Quote von 221:10 das Mehl-Mülhens-Rennen, Billesdon Brook gewann die englischen 1000 Guineas gar zu einer Quote von 670:10 und in Frankreich gewann die 133:10-Außenseiterin Teppal die Poule d’Essai des Pouliches.

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