Internationaler Top-Klassiker in Köln

Deutschland gegen England – so könnte man das 33. Mehl-Mülhens-Rennen – German 2000 Guineas (153.000 Euro), das am Montag in Köln entschieden wird, überschreiben. Drei Gäste von der Insel werden in Köln erwartet, dazu kommen mit Frankie Dettori, William Buick und Ioritz Mendizabal drei Jockeys von internationalem Ruf in die Domstadt.

Favorisiert für den ersten deutschen Klassiker, in dem insgesamt zehn Dreijährige starten werden, ist dann auch gleich einer aus dem englischen Trio. Charlie Appleby sattelt Godolphins Zaman (William Buick), der in diesem Jahr bereits in Meydan am Start war und dort auch ein Listenrennen gewinnen konnte. „Wir sind aktuell sehr zufrieden mit ihm. Es war seit Dubai im Grunde immer unser Plan in Köln zu laufen“, so Appleby am Donnerstag gegenüber GaloppOnline.de.

Die aus deutscher Sicht stärkste Waffe ist im Vorfeld der von Peter Schiergen trainierte Sieger des Dr. Busch-Memorials Kronprinz, der mit dem achtmaligen Championjockey Andrasch Starke knapp hinter Zaman am Wettmarkt rangiert. Kronprinz wurde nach seinem Gruppe III-Sieg nachgenannt und „wir gehen die Aufgabe optimistisch an“, so Peter Schiergen. Ebenfalls stark zu beachten ist der von Harry Dunlop trainierte Fighting Irish (Ioritz Mendizabal). Dunlops Vater John konnte das Mehl-Mülhens-Rennen im Jahr 1991 mit Flying Brave gewinnen, sein Sohn will es ihm nun gleich tun. „Wir sind froh mit Ioritz Mendizabal einen erfahrenen Reiter an Bord zu haben“, sagte Dunlop gegenüber GaloppOnline.de über den Franzosen, der die Guineas in der Saison 2014 mit Andreas Löwes Lucky Lion gewinnen konnte.

Hinter dem favorisierten Trio sollten auch der von Markus Klug trainierte Windstoß-Halbruder Weltstar (Adrie de Vries), der Zweite aus dem Busch-Memorial, und der zuletzt durch eine kleine – in der Startmaschine erlittene – Verletzung verhindert gelaufene Wild Max (Andreas Wöhler/Jozef Bojko) durchaus reelle Chancen haben. Als Saisondebütant darf man auch den in Besitz von Eckhard Sauren und FC Köln-Torwart Timo Horn stehenden Julio (Alexander Pietsch) gespannt sein. „Ich denke wir haben Endkampf-Chancen“, ließ Timo Horn mitteilen. Mit seinem Sieg im Ferdinand Leisten-Memorial avancierte Julio 2017 zum gewinnreichsten Zweijährigen und kann seinem Konto am Montag durchaus ein paar weitere Euros hinzufügen (Zum Langzeitmarkt).

Nicht zu den direkten Favoriten zählt Fajjaj (Hugo Palmer) und damit der dritte Engländer in diesem Rennen. Allerdings hat man keinen geringeren als Frankie Dettori im Sattel, was durchaus als Ansage an die Konkurrenz zu werten ist. „Schön, dass wir ihn bekommen konnten“, freute sich Hugo Palmer, der am Montag in Köln anwesend sein wird. Hinter Fajjaj folgt am Wettmarkt Jean-Pierre Carvalhos Busch-Memorial-Dritter All for Arthur (Michael Cadeddu), der nicht uninteressant ist, während sein Trainingsgefährte Ancient Spirit (Filip Minarik) und der von Yasmin Almenräder vorbereitete Ninario (Mickael berto) Pferde für die Überraschungen sind.

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