Hoppegarten startet in die Jubiläumssaison

Mit etwas Verspätung beginnt in Hoppegarten die Saison 2018. Den ursprünglichen Start ins Rennjahr am Ostersonntag hatte man aus Witterungsgründen absagen müssen. Nun heißt es in der Hauptstadt aber endlich „Boxen auf“ zur Jubiläums-Saison. 150 Jahre Rennbahn Hoppegarten gilt es zu feiern. Sportlich steht das zur Listenklasse zählende Altano-Rennen (27.000 Euro) im Fokus. 2800 Meter, ein Fall für die Extrem-Steher.  

Zwölf Pferde sind am Start. Einer davon ist der von Henk Grewe für Darius Racing trainierte Khan, dessen Halbschwester Kashmar dieses Rennen im Vorjahr gewinnen konnte. Marc Lerner wird den vierjährigen Khan, der zuletzt Fünfter im Pastorius – Großen Preis von Bayern wurde, reiten. Er wird wie zehn andere Teilnehmer der Listenprüfung sein Saisondebüt geben und wird bei den Buchmachern Mitte der Woche als Favorit gehandelt. Einzig der von Jens Hirschberger trainierte Capitano hat bereits einen Start im Bauch. Im Kölner Grand Prix Aufgalopp am Ostermontag belegte der Paolini-Sohn, der am Samstag von Marco Casamento gesteuert wird, den vierten Platz hinter Veneto.

Gefährlich ist Peter Schiergens Ittlinger Sound Check (Andrasch Starke). Der Lando-Sohn ließ seinem Listentreffer im vergangenen Jahr zwei vierte Plätze auf Gruppe III-Parkett folgen. Für ihn spricht dazu ein zweiter Platz auf Bahn und Distanz im August 2017, als er sich im Hoppegartener Steherpreis (LR) nur Bebe Cherie geschlagen geben musste. Dabei konnte er mit Anna Schleusner-Fruhrieps Summershine (Jozef Bojko), Christian Sprengels Iraklion (Bauyrzhan Murzabay­­ev) und der von Eva Zahorova trainierten Raviella (Sibiylle Vogt) drei heutige Gegner hinter sich lassen.

Khan und Sound Check sind – geht es nach den Buchmachern – in einem relativ offenen Rennen nur zwei Optionen auf den Listensieg. Auch Jean-Pierre Carvalhos Moonshiner, der seine Qualitäten zweifelsohne auf den Extrem-Steher-Distanzen bewiesen hat, sollte unter Co-Champion Filip Minarik ebenfalls eine scharfe Klinge schlagen. Wie am Schnürchen läuft es bereits am Champion-Stall von Markus Klug. Er sattelt in Hoppegarten Adler. Der vierjährige Fuchs kann eine Listenplatzierung im über 3000 Meter führenden Kölner Steher Cup vorweisen und sollte unter Martin Seidl mit der guten Stallform im Rücken vorne mitmischen können, auch wenn sich Stalljockey Adrie de Vries für Dirk von Mitzlaffs Par Coeur entschieden hat.

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