An Geld mangelt es wohl nicht wirklich, im Herrscherhause Al Maktoum von Dubai. Doch im von der Stronach-Gruppe rund um den Pegasus World Cup vom Zaun gebrochenen Preisgeldwahnsinn spielt man in den Emiraten dann – entgegen zwischenzeitlich anders lautender Gerüchte – zumindest vorerst nicht mit. Im Frühjahr vergangenen Jahres wurde in einigen Medien darüber spekuliert, dass das Preisgeld für die Edition 2018 verdoppelt werden oder sogar auf 25 Millionen US Dollar hochschnellen könnte. Doch allein der Ende Januar in Südflorida ausgetragene Pegasus World Cup schraubte in diesem Jahr seine Dotierung von 12 auf 16 Millionen Dollar hoch und blieb damit das seit seiner Auslobung 2017 höchstdotierte Pferderennen der Welt. Der Dubai World Cup über 2000 Meter der Sandbahn bleibt mit seinen „bescheidenen“ zehn Millionen Dollar das zweithöchst dotierte Rennen. Auch dafür lohnt sich noch die Anreise (Zum Langzeitmarkt).
Die Meinung herrscht zumindest derzeit in den USA vor, denn immerhin reist glatt die Hälfte der zehn für das Rennen vorgesehenen Pferde aus den USA an. Favorit ist Bob Bafferts vier Jahre alter Flatter-Sohn West Coast unter Javier Castellano, der im Pegasus World Cup zweieinhalb Längen hinter dem – mittlerweile pensionierten Sieger Gun Runner – eine äußerst ansehnliche Leistung zeigte: Immerhin blieb er zehndreiviertel Länge vor Antonio Sanos drittplatziertem Gunnevera, auf den er nun unter Joel Rosario erneut trifft. Für eine Leistungsumkehr zwischen dem favorisierten, zweimaligen Gruppe I-Sieger und dem zweifachen Gruppe II-Sieger spricht eigentlich kaum etwas. Interessanter ist da schon die Nennung von Dallas Stewards sechs Jahre alter Unbridled´s Song-Tochter Forever Unbridled unter „Big Money“ Mike Smith, eine insgesamt vierfache Gruppe I-Siegerin, die im August in Saratoga der legendären Songbird den letzten Start mit einem Hals-Vorteil verdarb und danach Anfang November in Del Mar den Breeders´ Cup Distaff für sich entschied. Ein weiterer US-Starter aus dem Stall von Bob Baffert ist der bis 2016 vom Südafrikaner Mike de Kock trainierte UAE Derby-Sieger von 2015, Mubtaahij, der 2016 Zweiter und im Vorjahr Vierter im Dubai World Cup war und hier unter Victor Espinoza sicherlich erneut für eine Platzierung gut sein könnte. Zuletzt lief er als Zweiter im Santa Anita Handicap auf Toplevel ein – allerdings deutlich distanziert vom Sieger. Doug O´Neills Pavel unter Mario Gutierrez wurde bei seinem letzten Start im Februar auf Gruppe II-Ebene von dem sechs Jahre alten Dubawi-Sohn mit einem Hals auf Rang vier verwiesen – die beiden treffen nun erneut aufeinander.
Als weitere Gäste reisen an: Mikio Matsunagas in Japan trainierter, zweimal Toplevel-platzierter Gruppe III-Sieger Awardee unter Jockeylegende Yutaka Take und der einzige europäische Starter – dabei handelt es sich um André Fabres für Godolphin trainierten, frischen Breeders´ Cup Turf-Sieger Talismanic unter Mickael Barzalona, der in der Hongkong Vase Mitte Dezember auch nur Aidan O´Briens großen, mittlerweile berenteten Highland Reel vor sich zu dulden hatte. Einen Aufbaustart Anfang März gewann er gegen seinen Trainingsgefährten und Arc-Runner up Cloth Of Stars. Er notiert bei rund 80:10 als zweiter Wettmarktfavorit hinter West Coast. Saeed bin Suroors für Godolphin trainierter zweimaliger Gruppe I-Sieger Thunder Snow – nun anders als im Gruppe I-Trial wieder unter Christophe Soumillon – führt das heimische Kontingent an. Allerdings enttäuschte er unter Oisin Murphy nach seinem Gruppe II-Sieg im Februar zuletzt mit einem zweiten Rang satte fünfeinhalb Längen hinter dem von Satish Seemar trainierten Herausforderer North America unter Richard Mullen auf Toplevel. Die beiden erneuen nun ihre Rivalität. Erwan Charpys südamerikanisch gezogene Stute Furia Cruzada unter Antonio Fresu, zweimalige Gruppe I-Siegerin in ihrer alten Heimat, lief im selben Trial mit neun Längen respektvollem Abstand als Dritte ein und müsste sich in dieser Gesellschaft schon stark steigern.










