Ohne Möglichkeiten war am Samstag in Chantilly der erste deutsche Starter beim Arc-Wochenende. Denn im Prix Chaudenay, dem mit 200.000 Euro dotierten Gruppe II-Rennen für die Dreijährigen über 3000 Meter, landete der von Jean-Pierre Carvalho für den Stall Ullmann trainierte Monreal im Feld von neun Pferden nach längerer Führung nur auf dem siebten Platz.
Mit Fabrice Veron im Sattel blieb der Peintre Celebre-Sohn, der zuletzt Zweiter im Prix de Lutece (Gr.III) gewesen war, dabei elf Längen hinter dem Sieger. Das war der von Pascal Bary für Khalid Abdullah trainierte Ice Keen. Der Nayef-Sohn bezwang unter Vincent Cheminaud nach Kampf den für Queen Elizabeth startenden englischen Gast Call to Mind (Frankie Dettori), der auf der Linie mit einem kurzen Hals unterlag. Der Favorit Darbuzan (Christophe Soumillon) aus dem Besitz von Princesse Zara Aga Khan und dem Stall von Mikel Delzangles belegte den dritten Platz.
Pascal Bary: „Wir haben die Queen geschlagen – was wollen wir mehr? Er hat zwei Gruppe II-Rennen in diesem Jahr gewonnen und ich denke er hat tolle Perspektiven für die nächste Saison. Ich glaube nicht, dass es Sinn machen würde ihn noch in diesem Herbst gegen die älteren Pferde laufen zu lassen und dann wahrscheinlich auf schwerem Boden. Er hatte eine anstrengende Saison – ich denke, er hat sich seine Pause wohl verdient.“
Jean-Pierre Carvalho: „Das war leider ein sehr unglücklicher Rennverlauf, weil sich kein Führpferd gefunden hat und wir selber vorne gehen mussten. Zudem ist das englische Pferd die ganze Zeit auf Tuchfühlung an unserer Seite gegangen, hat sich richtig angelehnt, ist aber selber nicht nach vorne gegangen, so dass Monreal keinen Moment hatte, wo er verschnaufen konnte. Wenn wir wenigstens hätten alleine vorne laufen und unser eigenes Tempo hätten setzen können. Ich denke, in diesem Jahr wird er nicht mehr laufen und wir freuen uns auf ein gutes Pferd für das kommende Jahr.“
Den Prix de Royallieu, das mit 250.000 Euro dotierte Gruppe II-Rennen für die Stuten über 2400 Meter, gewann wie im Vorjahr die von Nicolas Clement trainierte The Juliet Rose. Die als 24:10-Favoritin gestartete Monsun-Tochter konnte von der Spitze aus unter Stephane Pasquier alle Angriffe der Gegnerinnen abwehren und siegte gegen Freddy Heads Listen In mit einem kurzen Hals Vorsprung. Als Dritte war auch die von Andre Fabre für Godolphin trainierte Kitesurf dichtauf, die im Besitz von Dietrich von Boetticher stehende Baltic Duchess belegte im siebenköpfigen Feld (Traffic Jam war vom Start verwiesen worden) den fünften Platz.
Die Qatar Total Arabian Trophy des Juments, das Gruppe I-Rennen für die Arabischen Vollblüter, das über 2000 Meter führte, und mit 150.000 Euro dotiert war, ging durch Muneera (C.Soumillon, 56:10) in den Stall von Damien de Watrigant. Die Dormane-Tochter siegte nach kampf gegen Jamaheer und Almaa.










