Das vorletzte Gruppe I-Rennen der deutschen Turfsaison, der 55. Preis von Europa, endete am Sonntag in Köln mit einer Demonstration des Derbysiegers. Der von Markus Klug für das Gestüt Röttgen trainierte, und von Stalljockey Adrie de Vries gerittene Windstoß, siegte in der mit 155.000 Euro dotierten 2400 Meter-Prüfung überlegen mit vier Längen Vorsprung.
Nach einem Rennen aus der Reserve war der Shirocco-Sohn, der als 32:10-Chance in das von sieben Pferden bestrittene Rennen gegangen war (Enjoy Vijay war bereits am Tag zuvor abgemeldet worden), in der Zielgeraden an der Außenseite früh das dominierende Pferd und verwies die ganz stark laufende Son Macia, und den einmal mehr äußerst unglücklichen Colomano auf die Plätze zwei und drei. Vierter wurde der mit einer Eventualquote von 29:10 als Favorit ins Rennen gegangene Savoir Vivre (Zum Video).
Dieser hatte in der Anfangsphase auch die Pace gemacht, doch Ende der Gegenseite wurde er von Parviz abgelöst, der wie Son Macia und Windstoß gegenüber unter den Bäumen außen auf dem vermeintlich besseren Boden galoppierte, und dann als Erster in den Schlussbogen kam. Zu diesem Zeitpunkt hatte aber auch Windstoß, der zunächst Letzter war, seine Position verbessert.
Und in der Zielgeraden führte Adrie de Vries Windstoß schnell an die Spitze, und von da an war es nur noch das Rennen eines Pferdes. Dahinter hatte Colomano großes Pech, dass er zwischen Parviz und Son Macia in die Zange genommen wurde, der Oppenheim-Union-Sieger wäre sonst sicher Zweiter geworden. Die Rennleitung überprüfte auch den Ausgang des Rennens, beließ es jedoch bei der ursprünglichen Platzierung.
Mit Windstoß hat erstmals nach 18 Jahren wieder der aktuelle Derbysieger den Preis von Europa gewinnen können. Zuletzt war dieses Kunststück dem von Andreas Wöhler trainierten Belenus geglückt. Windstoß hat mit 28 Punkten auch die Spitze in der German Racing Champions League inne, auf dem zweiten Platz liegt mit 22 Punkten Iquitos.










