Einen Außenseitersieg bekam das Dortmuder Publikum am Sonntag im letzten Klassiker der Saison, dem als Preis des Gestüts Wittekindshof auf Gruppe III-Level gelaufenen 133. Deutschen St. Leger, zu sehen.
Start-Ziel setzte sich dabei in der mit 55.000 Euro dotierten Prüfung der von Jens Hirschberger für das Gestüt Auenquelle trainierte Oriental Eagle (133:10) unter Jack Mitchell sicher mit eineinviertel Längen Vorsprung gegen neun Gegner durch. Der Campanologist-Sohn wählte dabei genau die gleiche Taktik wie bei seinem Auktionsrennen-Sieg während der Großen Woche in Baden-Baden und sicherte sich unmittelbar nach dem Start an der 2800 Meter-Marke das Kommando.
Mit einer Führung von etwa eineinhalb Längen brachte der Hirschberger-Schützling das Feld auch in die Gerade. Zu diesem Zeitpunkt am gefährlichsten für ihn wirkten der immer in seinem Fahrwasser marschierende Moonshiner (Jean-Pierre Carvalho), der sich unter Filip Minarik und mit den erstmals angelegten Scheuklappen wieder deutlich verbessert präsentierte und am Ende auch den Ehrenplatz vor dem von Henk Grewe betreuten Khan (Antoine Hamelin), der von weiter hinten zum Schluss heranflog, hauchdünn verteidigen konnte. Der als 22:10-Favorit gestartete Sound Check (Andrasch Starke) aus dem Quartier von Peter Schiergen, wirkte lange gefährlich, zog zum Ende hin aber nicht richtig durch und musste sich mit Platz vier zufrieden geben (Zum Video).
Sieg-Coach Jens Hirschberger freute sich natürlich, war aber dennoch etwas überrascht über den Erfolg seines Schützlings: „Ich hatte im Vorfeld Bedenken wegen des Bodens, da er damit im Frühjahr nicht zu Recht gekommen war. Er hat sich jetzt aber voll entwickelt und ist ein komplettes Pferd geworden. Eine tolle Leistung.“













