Das Feld war groß. Doch nachdem ausgerechnet die beiden potentiell schärfsten Konkurrenten des Favoriten, William Haggas´ Listensieger Dal Harraild und Ralph Becketts doppelte Gruppe I-Siegerin Simple Verse, zu Nichtstartern erklärt worden waren, sah alles nach Big Orange aus. Michael Bells´frischer Ascot Gold Cup-Sieger trat unter seinem ständigen Partner Frankie Dettori an und alles sah danach aus, dass er nach seinen Siegen in 2015 und 2016 das Triple in dem die mit 523.000 Pfund dotiert Prestigeprüfung erstmals auf Gruppe I-Ebene gelaufen wurde vollmachen würde. Doch jedes Rennen will erstmal gelaufen sein und den Effekt einer Gewichtserlaubnis sollte man nie unterschätzen.
Während der 25:10-Favorit Big Orange sich über die zwei Meilen mit 60,3 kg abquälen musste, trug John Gosdens Sea The Stars-Sohn Stradivarius mal gerade 54,4 kg – knapp 6 kg weniger sind über eine solche Supersteherdistanz Welten. Und dann war Stradivarius zuletzt immerhin Kampfsieger in der Queen´s Vase von Royal Ascot. Deshalb war der Ritt von Andrea Atzeni mit 70:10 auch zweiter Favorit und er wurde seiner Herausfordererstellung gerecht. Eindreiviertel Länge Vorsprung hatte der Dreijährige im Ziel vor dem eiseenharten, sechs Jahre alten Duke of Marmalade-Sohn, der auch in der Niederlage dreieinhalb Längen vor David Elsworth´ ebenfalls drei Jahre altem Außenseiter Desert Skyline unter David Probert gut aussah (Zum Video).











