Enable auch in King George überlegen

Die von John Gosden für Khalid Abdullah trainierte Doppel-Oaks-Siegerin Enable (22:10) hat am Samstag in Ascot auch die mit 1,15 Millionen Pfund dotierten und zur Gruppe I zählenden King George VI And Queen Elizabeth Stakes über 2406 Meter gewonnen.

Frankie Dettori servierte der Nathaniel-Tochter wie schon zuletzt in Irland wieder einen einwandfreien Rennverlauf. Im Regen von Ascot parkte er sie auf dem durchlässigen Boden unmittelbar nach dem Start auf Position zwei an den Rails ein und schaute sich in aller Ruhe an, was Graham Lee vor ihm auf „Pacemaker“ Maverick Wave (John Gosden) veranstaltete. Als es dann in die  Gerade hinein ging, brachte „Frankie“ seine Partnerin sofort in Angriffspostion und sagte „Go“. Schnell war abzusehen, dass der bis dato neben der späteren Siegerin marschierende Jack Hobbs, ebenfalls von John Gosden vorbereitet, heute keine Chance gegen seine Stallgefährtin haben werde und relativ schnell zurückstecken musste.

Weitaus gefährlicher wirkte da schon der im Fahrwasser von Enable aufrückende Ulysses. Reiter Jim Crowley hatte bis zu diesem Zeitpunkt auf dem von Sir Michael Stoute trainierten, vierjährigen Galileo-Sohn bis zu diesem Zeitpunkt nämlich noch keinen Finger gerührt. Doch auch sein Angriff verpuffte etwa 250 Meter vor dem Ziel, als Enable, die als einziges dreijähriges Pferd ins Rennen gestartet war, noch einen Gang zulegen konnte und völlig souverän und überlegen ihrem dritten Gruppe I-Treffer in Folge entgegen galoppierte (Zum Video).

John Gosden, der bereits in den Jahren 2011 (Nathaniel) und 2014 (Taghrooda) mit zwei Dreijährigen die „King George“ gewonnen hatte, war vollen Lobes für seine Stute und gab die Yorkshire Oaks und den Arc als nächste Ziele für Enable aus:

„Enable hat nun bewiesen, dass sie zu den ganz Großen gehört. Zu den Dahlias und Pawaneeses und Taghroodas, um nur die vorherigen dreijährigen Siegerinnen der Prüfung zu nennen. Maverick Wave war der Pacemaker und hat für einen gleichmäßig schnellen Galopp gesorgt. Dann  bemerkte ich, dass Aidans Pferd weiter außen blieb um auf dem besseren Boden zu bleiben, der gestern nicht so beansprucht wurde. Und dann waren wir zu Beginn der Zielgeraden plötzlich alle auf einer Höhe und ich nehme an, dass Frankie dann einfach merkte wie gut sie ging und er hat sie nicht mehr zurückgenommen und sie ist explodiert. Und Ulysses hinter ihr hat sicherlich ein großartiges Rennen geliefert. Aber sie ist einfach eine hervorragende Stute und man darf den Gewichtsvorteil nicht vergessen, den sie als Dreijährige in einem solchen Rennen erhält. Wir steuern jetzt mit ihr die Yorkshire Oaks an und schauen dann mal, was sie am 1. Oktober in Chantilly erreichen kann.“

 

 

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