Derbys auch in Ungarn und Polen

Am Wochenende steht nicht nur das IDEE 148. Deutsche Derby auf dem Programm, auch in Osteuropa geht es gleich zweimal um das „Blaue Band“. In Ungarn wird am Sonntag  auf der Rennbahn Kincsem Park in Budapest das 95. Magyar Derby gelaufen. In der mit 14 Millionen Forint (ca. 45.000 Euro) dotierten 2400 Meter-Prüfung kommen zehn Pferde an den Start. Als Favorit gilt der vom Gestüt Röttgen gezogene Kallisto-Sohn Akrobat, der als Jährling für 9.000 Euro in Baden-Baden zugeschlagen wurde, und nach Ungarn ausgeführt wurde.

Trainer des Hengstes, der sich zuletzt bereits gegen ältere Pferde versuchte, ist Lajos Hajdi, im Sattel sitzt der Bulgare Stanislav Georgiev. Gabor Maronkas Humanic, Csaba Zalas Bigfoot, und der von Sergej Penner gezogene Samum-Sohn Altay, der ebenfalls auf der BBAG-Auktion in Iffezheim erworben wurde, und 2.400 Euro kostete, werden als die stärksten Gegner des Favoriten gehandelt. Mit dem von Elisabeth Caster gezogenen Destyno, sowie den aus der Zucht des Stalles 5-Starts stammenden Stuten Bubi Pata und Brilliance kommen weitere Pferde aus deutscher Zucht an den Start, auch sie fanden über die BBAG-Auktion im Oktober 2015 den Weg nach Osteuropa.

Das zweite osteuropäische Derby wird am Sonntag in Polen ausgetragen. Genauer gesagt auf der Rennbahn Sluzewiec in der polnischen Hauptstadt Warschau. Auch hier geht es über 2400 Meter, und um 175.000 Forint (ca. 41.300 Euro). Gesucht wird der Nachfolger der auch in Deutschland bestens bekannten Va Bank und Caccini, die das „Blaue Band“ Polens 2015, bzw. 2016 gewannen. Nachdem der von Maciej Janikowski trainierte Polish Spirit dem Rennen verletzungsbedingt kurzfristig fernbleiben muss, werden 17 Pferde um den Titel des besten polnischen Dreijährigen kämpfen.

Favorisiert ist der von Wojcech Olkowski trainierte Bushranger-Sohn Bush Brave, auf dem Jockey Tomas Lukasek, der noch im vergangenen Jahr mit Caccini erfolgreich war, versucht, sein viertes Derby zu gewinnen. Bush Brave gewann zweijährig das polnische Äquivalent zum Preis des Winterfavoriten mit 13 Längen Vorsprung, und siegte in dieser Saison in den polnischen 2.000 Guineas. Maciej Janikowskis Jam Duke, der von Piotr Krowicki geritten wird, der das Derby noch nie gewinnen konnte, Jules’s Dream, ein Trainingsgefährte des Favoriten Bush Brave, und der Harbour Watch-Sohn Velnelis, der stärkste Kandidat aus dem Trio von Trainer Adam Wyrzyk, sind die weiteren Pferde, die die Favoritengruppe in dem Rennen bilden, das zum 73. Mal ausgetragen wird.

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