Wer wird Derby-Favorit? Das ist in jedem Jahr die Frage, die sich vor dem Kölner Oppenheim-Union-Rennen stellt. Zum 182. Mal wird am Sonntag der zur Gruppe II zählende und mit 70.000 Euro dotierte 2200 Meter-Derby-Test ausgetragen und der Sieger sollte in Hamburg dann mit der „1“ auf der Satteldecke aufmarschieren – es sein denn ein Gast aus dem Ausland ist am Ende noch stärker eingestuft.
Im vergangenen Jahr gewann Boscaccio, doch hatte er später im Derby ebenso wenig Glück, wie sein Vorgänger Shimrano. 2014 war Sea The Moon der letzte „Union“-Sieger, der dann auch auf dem Horner Moor triumphierte. Blickt man auf den Wettmarkt für die diesjährige Ausgabe, so offenbart sich das Rennen wieder einmal als völlig offene Angelegenheit. Bis auf Khan (Henk Grewe/Antoine Hamelin) und Oriental Khan (Roland Dzubasz/Bauyrzhan Murzabajev) notieren die übrigen sechs Kandidaten allesamt zweistellig am Langzeitmarkt.
Mit Markus Klugs Colomano (Andreas Helfenbein), Sieger Dr. Busch-Memorial, und Andreas Wöhlers Warring States (Eduardo Pedroza), der im Bavarian Classic erfolgreich war, kommen zwei Gruppe-Sieger an den Start. Beide Pferde gelten als Favoriten für die „Union“. Allerdings sagte Markus Klug, der insgesamt vier Pferde in der Gruppe II-Prüfung“ hat: „Es liegt nicht viel zwischen meinen Startern.“ Und so muss man auch Northsea Star (Andrasch Starke) und Shanjo (Martin Seild), der erstmal auf stärkere Gegner treffen wird, mit ins Kalkül ziehen. Interessant ist der Start von Windstoß und damit der Ritt von Maxim Pecheur. Der Shirocco-Sohn kam am vergangenen Wochenende im Hannoveraner Derby-Trial böse zu Fall, kehrte aber im Gegensatz zu Adrie de Vries nur mit ein paar Schrammen zurück nach Heumar. Er läuft in Köln um ein positives Erlebnis zu bekommen.
Komplettiert wird das Feld durch Jean-Pierre Carvalhos Monreal (Filip Minarik). Der Trainer aus Bergheim ist mit drei Gruppe-Siegen in diesem Jahr nach Andreas Wöhler (fünf Siege) in diesem Bereich der erfolgreichste Trainer in Deutschland und kann auch mit dem Peintre Celebre-Sohn ein Wörtchen um den Sieg mitsprechen. „Er ist gut drauf. Sein GAG von 92 ist gerechtfertigt“, sagte Carvalho am Donnerstag gegenüber GaloppOnline.de.
Alles zum Oppenheim-Union-Rennen – Einzelstartervorstellung, Stimmen der beteiligten Trainer und eine GAG-Liste der für das Derby relevanten deutschen Pferde – finden Sie in der kommenden Ausgabe der „Sport-Welt“, die am Freitag erscheint.












