Wings Of Eagles schockt die Favoriten im Derby

Um halb sechs unserer Zeit erreichte die Spannung auf den Epsom Downs ihren Höhepunkt. 18 Pferde bezogen ihre Boxen, wenig später öffneten sich die Türen zum zur Gruppe I zählenden und mit 1.625.000 britischen Pfund dotierten Investec Derby über 2420 Meter.

Und einmal mehr hat der Master of Ballydoyle zugeschlagen. Aidan O’Brien hat nach einer drei Jahren dauernden „Durststrecke“ wieder das Derby gewonnen. Doch nicht mit Favoriten Cliffs Of Moher (Ryan Moore), sondern mit dem 410:10-Außenseiter Wings Of Eagles, dessen Vater Pour Moi das Epsom Derby im Jahr 2011 gewinnen konnte. Und was war das für ein Rennen. Zunächst sorgten Douglas McArthur und The Anvil für eine stramme Fahrt. Der favorisierte Cracksman aus dem Quartier vom John Gosden galoppierte unter Frankie Dettori im Mittelfeld, während Ryan Moore mit Cliffs Of Moher im hinteren Teil des Feldes zu sehen war.

Im Einlauf ging die erste Attacke dann von Cracksman aus. Der Frankel-Sohn eroberte die Spitze, vermochte aber den entscheidenden Satz nicht zu machen. Außen brachte Moore nun auch seinen Galileo-Sohn in Position. Dieser wirkte nun immer zwingender und hatte Cracksman bald im Griff. Der Sieg des Co-Favoriten schien besiegelt. Doch was dann passierte, war nahezu unglaublich. Vom vorletzten Platz kommend, bekam der in Besitz von Smith, Magnier und Tabor stehende Wings Of Eagles Flügel und als Moore sich des Sieges bereits sicher schien, wurde er vom Außenseiter unter Padraig Beggy regelrecht überrascht. Hinter Cliffs Of Moher folgte Cracksman knapp geschlagen auf Rang drei, Platz vier ging an Eminent, der der erste Derby-Starter für Trainer Martyn Meade war.

Für Siegjockey Padraig Beggy war es der erste Ritt um Epsom Derby und erst der zweite Gruppe-Sieg seiner Karriere überhaupt, für Aidan O’Brien war es schon der sechste Erfolg im Epsom Derby. Wings Of Eagles kam mit einem zweiten Platz aus der Chester Vase hinter dem Danedream-Bruder Venice Beach im Gepäck nach Epsom. Venice Beach war auch am Start, hatte im Derby aber keine Möglichkeiten und wurde Zwölfer. Der aus der Gonbarda stammende Dubai Thunder war am Pfosten Elfter. Der vom Gestüt Fährhof gezogene Pealer wurde 18 und damit Letzter (Zum Video).

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