Nach einem hartumkäpften Duell mit Gordon Elliott holte sich Willie Mullins beim Punchestown Festival seinen 10. Irisches Championat.
In England und Irland endet am 30. April die Hindernissaison, dass heißt aber nicht, dass die Hindernispferde eine Pause einlegen, denn am 1. Mai beginnt bereits die neue Saison. So bildete das prestigeträchtige Punchestown Festival einen würdigen Abschluss der Saison für die Steepler und Hürdler.
Gordon Elliott hatte vor Beginn des irischen Festivals noch einen Vorsprung von 400.000 Euro, und nachdem das Festival für Mullins am Anfang ein paar knappe Niederlagen brachte, standen die Zeichen auf einen Titel von Gordon Elliot. Doch am Ende hatte sich Mullins mit einem Vorsprung von knapp 200.000 Euro sein zehntes Championat gesichert. (Willie Mullins 4.580.200 Euro – Gordon Elliott 4.380.705 Euro). Es war Bapaumes Triumph im Grade I Juvenile Hurdle am Samstag, der Mullins durchatmen ließ.
„Ich bin begeistert das Championat behalten zu haben. Nach ein paar knappen Niederlagen zu Beginn des Festivals sah es nicht gut aus. Aber als am Freitag Wicklow Brave und Bacardys in zwei Grade I-Prüfungen triumphieren kam alles zusammen und die Wende zum Titelgewinn war eingeleitet. Gordon hatte eine großartige Saison und hat sich immer wie ein Gentleman, auch in der Niederlage, verhalten. Er ist ein großer Widersacher und verbessert sich von Jahr zu Jahr, so wird unser Spiel in der Zukunft weitergehen“, sagte ein erleichterter Willie Mullins.
„Willie ist eine Legende, aber vielleicht toppen wir die Rangliste in der nächsten Saison. Am kommenden Montag geht es in Down Royal wieder los. Als mir am Freitag klar wurde, dass ich das Championat verloren hatte, brach es mir das Herz. Aber trotzdem hatten wir eine sehr gute Saison“, sagte Gordon Elliot, der mit 193 Erfolgen Mullins‘ Rekord aus der Saison 2012 – 2013 egalisierte, am Samstag gegenüber der Presse.
Bei den Reitern holte sich Ruby Walsh mit 131 Siegen seinen 12. Titel. Mullins‘ Sohn Patrick, der während des Festivals am Freitag dreimal siegte und am Samstag noch einen Treffer erzielte war auch in einen spannenden Zweikampf involviert, wurde aber zum Schluss bei den Amateuren nur Zweiter hinter Jamie Codd, dessen 41 Erfolge reichten, um ihm das erste Championat zu ermöglichen. Nina Carberry, die die Saison wegen ihrer Schwangerschaft bereits im September beendete, holte sich den Titel bei den weiblichen Amateurreiterinnen und das Gigginstown House Stud führte die Rangliste bei den Besitzern zum fünften Mal an und zum dritten Mal hintereinander.












