Fabre und Niarchos: Erster Sieg für zwei Turfdynastien

Im kleinen, beschaulichen Argentan in der französichen Normandie wurde am Mittwochabend ein Stück Turfgeschichte geschrieben. Andre Fabre (Foto), Frankreichs 27-facher Trainer-Champion und das Pferdeimperium der Niarchos-Familie waren erstmals ein erfolgreiches Team. Der dreijährige Galileo-Sohn Light Pillar gewann unter Niarchos-Stalljockey Stephane Pasquier eine Dreijährigen-Prüfung nach hartem Kampf gegen den krassen Außenseiter Palpitator und dem von Andreas Suborics nach Frankreich entsandten und sich stark verkaufenden Sound of Freedom.

Der unvergessene Francois Boutin war in den siebziger, achtziger und neunziger Jahren der Trainer des Vertauens von Stavros Niarchos, der zunächst in Frankreich einen Rennstall aufbaute, der konkurrenzfähig mit zum Beispiel dem des Aga Khan war. Namen wie Nureyev, Miesque, Kingmambo, Machiavellian usw. stehen für große und größte Erfolge. Nach dem recht frühen Ableben von Francois Boutin, er wurde keine 60 Jahre alt, verteilte Stavros Niarchos die Pferde auf mehrere Trainer. Jonathan Pease und Pascal Bary waren zunächst die verstärkt Auserwählten. Pease ist mittlerweile in den Ruhestand gewechselt, der junge Francis-Henri Graffard ist hinzugestoßen. 

Nun knüpfte Stavros Niarchos‘ Tochter Maria, die das rennsportliche Imperium ihres 1996 in der Schweiz verstorbenen Vaters weiterleitet, die Verbindung zu Andre Fabre. In England wurden die Niarchos-Pferde über Jahrzehnte von Sir Henry Cecil betreut. Heutzutage trainiert überwiegend Sir Michael Soute die Niarchos-Pferde auf der Insel. Auch gibt es weitere Trainerdependancen in Irland.

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