Arrogate nach schlechtem Start zum World Cup

Das Beste kommt zum Schluss. Das galt natürlich auch für den Dubai World Cup-Abend, denn im Dubai World Cup, dem mit zehn Millionen US-Dollar dotierten Gruppe I-Rennen über 2000 Meter auf der Superrennbahn Meydan, gab es wirklich die beste Show an diesem Renntag. Denn trotz eines furchtbar schlechten Starts, bei dem er zahlreiche Längen verlor, und sich kurz nach dem Öffnen der Boxen an letzter Stelle, mit deutlichem Rückstand zur Spitze, wiederfand, siegte der von Bob Baffert für die Juddmonte Farms von Khalid Abdullah trainierte Arrogate im zweithöchst dotierten Rennen der Welt.

Unter seinem Jockey Mike Smith bewies der vierjährige Unbridled’s Song-Sohn, der im Januar bereits das höchstdotierte Rennen der Welt, den Pegasus World Cup in Gulfstream Park gewonnen hatte, und im vergangenen Jahr auch das Breeders‘ Cup Classic für sich entschieden hatte, einmal mehr, dass er das wohl mit Abstand beste Pferd auf dem Planeten ist.

Bei einer Pace, die sicher nicht als langsam zu bezeichnen war, und vom zweiten Favoriten, dem ebenfalls aus Amerika kommenden Gun Runner vorgelegt wurde, sammelte Arrogate unterwegs einen Gegner nach dem anderen ein. Dass er dabei fast immer außen galoppieren musste, schien den Superhengst dabei nicht besonders zu stören. Die Zielgerade erreichte der 13:10-Favorit schon an vierter Stelle, und dann ließ natürlich der Angriff auf die Spitze auch nicht mehr lange auf sich warten.

Immer näher kam Arrogate an Gun Runner heran, und dieser vermochte sich gegen den langgezogenen Speed des Favoriten nicht mehr zu wehren. Mit zweieinviertel Längen Vorsprung setzte sich Arrogate schließlich durch und schrieb ein weiteres Kapitel seiner sensationellen Erfolgsstory. Ein Jahr nach California Chrome gab es also erneut einen amerikanischen Sieg im Dubai World Cup (Zum Video).

Steve Asmussens Gun Runner blieb für den zweiten Platz ungefährdet, und Neolithic aus dem Stall von Todd Pletcher kam als Dritter über die Linie und machte den totalen Erfolg der Amerikaner perfekt. Auf den weiteren Plätzen landeten der Vorjahreszweite Mubtaahij und der Japaner Awardee. Adrie de Vries wurde bei seinem ersten Ritt im Dubai World Cup mit Godolphins Move Up Zehnter.

Bob Baffert nach dem Rennen: “Er ist vermutlich nur so spät losgebrochen, weil er zeigen wollte, was für ein großartiges Pferd er ist . Er ist wirklich aus seiner Startbox herausgeschlendert. Dss war schrecklich. Und dann hat Mike Smith so einen großartigen Job gemacht. Er hat nicht die Nerven verloren. Er hat nur gedacht, ich muss ihn hier rumbringen. Er hat ihn sich sammeln lassen, beruhigen lassen und abgewartet, abgewartet, abgewartet und die Nerven behalten. Bis er ihn dann spät auf der Zielgeraden losgeschickt hat. Nicht zu früh, damit er nicht zu früh die Anlehnung verliert, aber früh genug, um locker zu gewinnen.  Und Arrogate hat das wirklich mit all seiner Klasse gemacht. Er ist das beste Pferd, dass ich jemals in meinem Leben gesehen habe. Das beste Pferd seit Secretariat. Ich kann wirklich immer noch nicht glauben, dass wir gewonnen haben.“

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