Der letzte Renntag beim Schnee-Meeting in St. Moritz, bei dem auch der Große Preis von St. Moritz, das mit 111.111 Franken dotierte 2000 Meter-Rennen, gelaufen werden sollte, wurde am Sonntag nach dem ersten Rennen abgebrochen. Im einleitenden Rennen, einem über 1300 Meter führenden Altersgewichtsrennen, das mit 30.000 Franken dotiert war, und von Christophe Soumillon mit Miroslav Weiss‘ Footprintinthesand gewonnen wurde, gab es einen Sturz, in den drei Pferde verwickelt waren.
Der Wallach Holidayend kam zu Fall. Boomerang Bob und Zarras konnten nicht ausweichen und stürzten ebenfalls. Boomerang Bob verletzte sich schwer und musste erlöst werden. Sein Reiter George Baker wurde ins Krankenhaus geflogen. Die anderen Pferde und Reiter kamen glimpflich davon. Daraufhin wurde das zweite Rennen zunächst auf 12 Uhr verschoben, doch zu diesem kam es nicht mehr, denn der Renntag wurde um kurz vor Zwölf abgebrochen.
Nach eingehender Untersuchung der Rennleitung und der Verantwortlichen von White Turf wurde ca. 150 Meter vom Ziel entfernt ein Riss im Eis von den Innenrails auf die Bahn festgestellt. Dadurch stieg Wasser nach oben und sorgte für eine Unterspülung des Geläufs. «Da wir nicht einschätzen können, wie sich die Beschaffenheit der Bahn weiter entwickelt, werden wir den Renntag leider abbrechen», informierte Thomas C. Walther, Vorstandspräsident des Rennvereins St. Moritz, auf der Siegerehrungstribüne die Aktiven und das Publikum. Die Zuschauer quittierten den Entscheid mit Applaus und zeigten damit vollstes Verständnis.
«Die Sicherheit für die Pferde und die Reiter hat absoluten Vorrang. Für die Zuschauer auf dem gesamten See besteht keinerlei Gefahr», meinte Thomas C. Walther abschließend. Ob der Renntag nachgeholt wird, ist noch nicht bekannt, aber wohl eher unwahrscheinlich. Im Großen Preis von St. Moritz sollten mit den von der Recke-Pferden Jungleboogie, Eric und Interior Minister, sowie Andreas Wöhlers Tellina und Dr. Andreas Boltes Red Hot Calypso fünf deutsche Pferde an den Start kommen.











