Aus England kommt die traurige Nachricht, dass der frühere Spitzenjockey und auch hierzulande bestens bekannt Walter Swinburn im Alter von 55 Jahren verstorben ist. Sein Name bleibt auf ewig mit dem überragenden englischen Derby-Sieger Shergar verbunden. Nicht nur wegen des Erfolges auf den Epson Downs, sondern weil Shergar später entführt und getötet wurde.
Gleich dreimal gewann Walter Swinburn das Epsom Derby. Neben Shergar noch mit Shahrastani, wie Shergar ein Aga Khan-Pferd, und Lammtarra. Als Walter Swinbrun, ein Sohn des zweifachen irischen Championjockey Wally Swinburn, mit Shergar sein erstes Derby gewann, war er erst 19 Jahre alt. Zwei Jahre später gewann er bereits mit All Along für Daniel Wildenstein den Prix de l’Arc de Triomphe. Viele Jahre war Walter Swinburn der Stalljockey von Sir Michael Stoute. Beide gewannen in ihrer Zusammenarbeit die größten Rennen weltweit.
Unter anderem siegten sie im Breeders‘ Cup mit Pilsudski, mit dem Walter Swinburn auch 1996 den Großen Preis von Baden gewann. 1988 hatte der 1961 in Oxford geborene Swinburn das legendäre Hamburger „Schinken-Derby“ mit Luigi gewonnen.
Nach einem schweren Sturz in Sha Tin, als er sogar mehrere Tage im Koma lag, kehrte Walter Swinburn nur noch kurz als Jockey zurück und beendete 2000 seine Jockeylaufbahn. Zwischen 1978 und 2000 ritt Walter Swinburn 1.392 Sieger. 2004 stieg er ins Trainerlager ein, kam auf 250 Sieger und beendete 2007 auch diese Karriere.Wie es hieß, schlief Walter Swinburn am Montag in seinem Haus friedlich ein.











