Schlechter hätte es nicht kommen können: Der Favorit Able Friend muss in der Hong Kong Mile am Sonntag aus der äußersten Startbox ins Rennen gehen (Zum Langzeitmarkt). Trainer John Moore war jedenfalls die am Donnerstag Enttäuschung nach der Barrier Draw, der Ziehung der Startnummern für die vier Gruppe1-Rennen der Longines Hong Kong International Races anzusehen. Sein Pferd, das keine ideale Präparation gehabt hatte und wohl nicht bei 100prozentiger Fitness angelangt ist, muss aus Box 14 zwangsläufig vom Ende des Feldes in die Zielgerade kommen. „Das könnte zu viel für ihn sein, wenn man seine Fitness wohl in Frage stellen muss.“ Dafür hat Moore für seinen zweiten Starter in diesem Rennen, Helene Paragon, die Wunschposition bekommen. Sein Reiter Hugh Bowman war von der letzten Arbeit des Pferdes schlichtweg begeistert.
Während Peniaphobia den Sprint im vergangenen Jahr von Außenbox 14 gewann, darf er diesmal aus Startplatz eins ins Rennen gehen. So gesehen sollte der Wallach, den Silvestre de Sousa reitet, allererste Chancen haben, seinen Titel zu verteidigen. Sein Trainer Tony Cruz war denn auch sehr optimistisch: „Wir müssen dem Pferd nicht schon früh im Rennen viel abverlangen als im vergangenen Jahr.“ Das leuchtet ein, denn der Bogen kommt über die 1200 Meter schon bald nach dem Start. Gespannt darf man darauf sein, wie sich der vom englischen Trainer Richard Fahey nach Hongkong geschickte Vierjährige Growl verkaufen kann. Der Handicapper hat mit seinem zweiten Platz zu The Tin Man bei den British Champion Sprint Stakes gezeigt, dass er auch auf bester Gruppenebene nicht chancenlos ist.
Schon zu Beginn der Woche hatte es immer wieder Meldungen gegeben, dass die Tierärzte mit dem Gesundheitszustand des von Alain de Royer Dupre trainierten One Foot In Heaven nicht zufrieden waren. Deshalb war er auch erst ganz zuletzt in die Morgenarbeit in Sha Tin eingestiegen. Bluttests hatten ergeben, dass das Pferd wohl sehr schlecht gereist war. Der Vierjährige, dessen Mutter Pride für den selben Trainer schon den Hong Kong Cup gewonnen hat, soll in der Vase am Sonntag an den Start gehen. Voraussetzung ist aber, dass sich die Blutwerte weiter verbessern.
In der Vase wird auch die japanische Stute Nuovo Record laufen. Racing Manager Hiroshi Ando traf diese Entscheidung, denn man will dem Favoriten im Cup, Maurice (Startplatz 8), aus dem Weg gehen und glaubt, es eher mit Aidan O’Briens Highland Reel aufnehmen zu können. Da die Stute, die aus ihrem Trainer unverständlichen Gründen ja beim Breeders Cup versagt hatte, eine Oaks-Siegerin ist, sollte sie mit der 2400 Meter-Distanz keine Probleme haben.












