Millionenrennen in Flemington

Es ist wieder soweit. Der Oktober neigt sich dem Ende und Rennsportfans auf der ganzen Welt werden ihren Blick am kommenden Dienstag wieder Richtung „Down Under“ richten. Auf dem dortigen Flemington Racecourse steht am 1.November gegen fünf Uhr morgens unserer Zeit die 156. Ausgabe des mit sechs Millionen australischen Dollar dotierten Emirates Melbourne Cups auf Gruppe I-Level über 3200 Meter an (Zum Langzeitmarkt). 24 Starter, darunter 14 in Australien trainierte Pferde, ein Neuseeländer, ein Japaner und acht europäische Kandidaten, werden für das „Race that stops the nation“ in die Startboxen einrücken.

Favorit am Wettmarkt ist auch nach der erfolgten Startboxenauslosung noch der von John O’Shea für Godolphin trainierte Hartnell (um die 50:10), der bei seinen letzten fünf Starts dreimal als Sieger in den Absattelring zurückkehrte. Er wird am Dienstag aus Box zwölf ins Rennen gehen. Noch letzte Woche zeigte er als Zweiter hinter der Wunderstute Winx in der Cox Plate ebenfalls auf Gruppe I-Parkett eine gute Leistung. Geritten wird der Authorized-Sohn von James McDonald, einem 22-jährigen gebürtigen Neuseeländer. O`Shea, der seine Pferde in Sydney und Melbourne vorbereitet, sattelte seinen ersten Gruppe I-Sieger für Godolphin im Februar 2015. Mit dem High Chaparral-Sohn Contributer gewann er die Chipping Norton Stakes im australischen Warwick Farm. Hinter dem Favoriten genießen bei den Bookies Charles Applebys Oceanographer (circa 70:10, Startbox elf) und Ciaron Mahers Jameka (circa 80:10, Startbox drei) das meiste Vertrauen. Für einen Sieg des von Aidan O´ Brien in Irland vorbereiteten Bondi Beach, der aus Box fünf abspringen wird, werden Kurse von 100:10 angeboten.

Im Feld des so prestigeträchtigen Rennens finden sich auch zwei Pferde mit deutschem Hintergrund. Our Ivanhowe (350:10), der aus Schlenderhaner Zucht stammt, versuchte sich bereits im vergangenen Jahr im wichtigsten Steher-Examen Australiens, konnte am Ende aber aus Box 22 nicht mehr als den zehnten Platz erreichen. Diesmal war er mehr mit Fortuna im Bunde und bekam Startplatz sechs zugelost. Um diesmal ganz vorne zu sein, muss er in jedem Fall seine Bestleistung zur Hand haben. Am besten die, als er unter seinem alten Namen Ivanhowe in Deutschland im Jahr 2014 zweimal auf Gruppe I-Level gewinnen konnte. Ebenfalls aus der Bergheimer Zucht mit den rot-blau-schwarzen Farben stammt Almandin (130:10). Der Ritt von dem auch in Deutschland nicht ganz unbekannten Kerrin McEvoy muss allerdings aus Box 17 ins Rennen und hat es daher bestimmt nicht leicht. Zumindest kommt er mit einem frischen Gruppe III-Sieg im Gepäck an den Start und sollte somit bestens vorbereitet sein. Almandin ist übrigens ein Nachkomme des Top-Deckhengstes Monsun und könnte nach Fiorente und Protectionist für einen weiteren Treffer als Deckhengst seines Vaters in diesem Rennen sorgen. Hier finden Sie das komplette Starterfeld inclusive Startboxen zum Emirates Melbourne Cup 2016.

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