Die Entscheidung ist gestern gefallen. Der Gruppe I-Held und Tertullian-Sohn Guiliani, der sich im Frühjahr bei seinem Erfolg in der Düsseldorfer Frühjahrsmeile ziemlich schwer verletzte, startet 2017 mit einer noch festzulegenden Decktaxe als Stallion in Bergheim.
Das Team in Schlenderhan wurde dieses Jahr vom berüchtigten „Turfteufel“ ganz besonders schikaniert. Mit dem Schlenderhaner Ito und Baronin Ullmanns Guiliani zwei zuverlässige Gruppe I-Pferde für den Rennstall zu verlieren, das ist schon bitter. Aber zum Trost wächst aus so einer außergewöhnlichen Vollblutzucht Jahr für Jahr ausnahmslos hochtalentiertes Rennpferde-Material nach. Die dreijährigen Cracks Savoir Vivre und Moonshiner sind aktuell nur die wichtigsten Beispiele für diese Tatsache.
Die Familie des Tertullian-Sohnes Guiliani wurde in den neunziger Jahren durch den Import der Unfuwain-Tochter Guernica in Schlenderhan angesiedelt und schlug mir Baron Ullmanns Monsun-Tochter Guadalupe, die sich mehrfach auf Top-Level platzierte und die Oaks d’Italia gewann, unmittelbar großartig ein. Heute gehört sie mit den schon wesentlich länger etablierten Schlenderhaner Familien der Schwarzgold, Asterblüte und Yonne zu den wichtigsten Blutlinien, die in Bergheim angesiedelt sind.
Guiliani war kein ganz so später Kandidat wie sein Leidensgenosse Ito, siegte als Dreijähriger bereits auf französischer Listenebene, aber auch ihn brachte Jean-Pierre Carvalho erst als Vierjährigen mit dem Gruppe I-Triumph im Münchener Dallmayr-Preis in Höchstform. Der letzte Sieg des fünfjährigen Spitzen-Meilers und Mitteldistanzpferd in Düsseldorf mit dem Top-Gewicht von 60 Kilo war übrigens noch einmal eine bemerkenswerte Leistung.











