Das erste Grupperennen und somit Hauptrennen des Eröffnungstages der Großen Woche, der mit 55.000 Euro dotierte Preis der Sparkassen Finanzgruppe über 2000 Meter, ging überraschend nicht an den klaren 19:10-Favoriten Potemkin aus dem Stall von Andreas Wöhler, sondern an den polnischen Gast Va Bank aus dem Stall von Maciej Janikowski (Zum Video).
Der mit 72:10 stark gewettete, bislang noch ungeschlagene vierjährige Archipenko-Sohn ließ mit Martin Seidl aus dem Vordertreffen kommend Klaus Allofs und Stiftung Gestüt Fährhofs Potemkin unter Eduardo Pedroza im Verlauf der Geraden keine Chance und holte sich die Gruppe III-Prüfung relativ leicht mit anderthalb Längen Vorsprung. Weite sechs Längen zurück wurde Ferdinand Leves Felician mit Andrasch Starke Dritter vor Markus Klugs Devastar (Adrie de Vries).
Wildpark hatte dem Rennen wie gewohnt den Stempel aufgedrückt, aber vor Erreichen der Geraden ausgespielt. Die französische Gaststute Taniya aus dem Stall von Jean-Claude Rouget ließ mit Alexis Badel am Start schon alle Chancen, wurde aber immerhin noch Fünfte.
„Er hatte mir unterwegs hinter Potemkin immer ein gutes Gefühl gegeben und als ich in der Geraden Potemkin angriff, war mein Pferd zwar etwas guckrig und wackelte, aber es hat ja dann doch prima geklappt“, meinte Martin Seidl, für den es den dritten Gruppesieg in dessen Karriere bedeutete, über den Sieger, der nun bei 12 Starts ungeschlagen ist. Der Besitzer sagte, dass es jetzt erst einmal wieder weiter im größten Rennen Polens mit seinem Crack ginge, man aber schon gerne im kommenden Jahr im Großen Preis von Baden laufen würde.
„Potemkin war ganz reell geschlagen, der Sieger muss ein sehr gutes Pferd sein“, kommentierte Andeas Wöhler die Niederlage sehr sportlich.
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