Andre Fabre jubelt, Frankie Dettori jubelt, Frankreich jubelt. Denn der zur Gruppe I zählende Große Dallmayr-Preis (155.000 Euro) über 2000 Meter ging am Sonntag in Riem nach einer fantastischen Leistung an den in Besitz der Familie Rothschild stehenden Elliptique (37:10), der vergangene Woche für das deutsche Turf-Highlight nachgenannt wurde (Zum Video).
Zunächst bemühte sich der Schlenderhaner Ito, der im vergangenen Jahr den Großen Preis von Bayern gewinnen konnte, wie gewohnt um die Pace und machte sich sein Rennen selbst. Dahinter sah man Nacar und Articus in Lauerstellung. Der spätere Sieger wurde von Frankie Dettori unterwegs im hinteren Teil des Feldes versteckt und wurde mit Erreichen der Zielgeraden flott gemacht. Ito konnte im Einlauf nicht weiter zulegen und war bald geschlagen. Der New Approach-Sohn Elliptique wurde nun weiter nach außen beordert, fand hier aber nicht gleich die freie Passage, weil links von ihm Eduardo Pedroza auf Potemkin seine Chance suchte und auf der anderen Seite auch Andrasch Starke auf der Ammerländerin Royal Solitaire ins Geschehen eingriff.
Doch auf freier Bahn fand der Rothschild-Crack, der zuletzt im La Coupe als Zweiter einen Platz vor dem frischen deutschen Gruppe-Sieger Night Wish blieb, schnell den höheren Gang. Das galt aber auch für Peter Schiergens Royal Solitaire, die nach ihrem Sieg in der Badener Meile weitere Steigerung an den Tag legte und ein großes Rennen lief (Zum Video). Jetzt kam es zum Duell Dettori gegen Starke, zwei Reiter die zusammen auf mehr als 5.000 Siege kommen. Am Ende jubelte der in Mailand geborene Italiener. Dahinter lief auch Potemkin in den Farben von Klaus Allofs und der Stiftung Gestüt Fährhof unter Eduardo Pedroza ein starkes Rennen und wurde Dritter. Rang vier ging an Hans-Jürgen Gröschels Iquitos unter Ian Ferguson. Ito wurde mit Jockey Filip Minarik am Ende Achter. Für Frankie Dettori war es der dritte Sieg im ehemaligen Bayerischen Zuchtrennen, das er bereits mit Germany (1995) und Kutub (2011) gewinnen konnte. „Wir hatten ein gutes Rennen, auch wenn es einmal ein wenig eng wurde. Das war aber nicht so schlimm“, so Frankie Dettori nach dem Rennen. „200 Meter vor dem Ziel wurde er ein bisschen faul, aber dann hat er noch einmal gut angezogen. Wenn Andre Fabre ein Pferd nachnennt, ist das immer ein gutes Zeichen.“ Zufrieden war natürlich auch Peter Schiergen. Hans-Jürgen Gröschel, Trainer von Iquitos, haderte ein wenig im dem Rennverlauf. „Das er innen rein musste war nicht so optimal, ließ sich aber nicht verhindern.“













