Der vierte Tag der Harzburger Rennwoche stand am Donnerstag ganz im Zeichen des Hindernissports. Denn bei zwei der sechs Galopprennen (es kamen auch dreimal die Traber zu ihrem Recht) handelte es sich um die Hürdenrennen. Und mit dem Preis des Ehrenmitgliedes Günter Schulze, der Großen Bad Harzburger Hürden-Trophy, stand dabei sogar ein Listenrennen auf dem Programm (Zum Video).
In der mit 14.000 Euro dotierten 3400 Meter-Prüfung kam es sogar zu einem Novum, denn erstmals wurde ein Hürdenrennen als Wettchance des Tages mit Viererwette gelaufen. Mit Gästen aus Italien, Schweden, Tschechien und Belgien gab es dabei ein internationales Feld. Dieses wurde allerdings leicht dezimiert, nachdem am Probesprung Kolonel Kirkup reiterlos wurde, wobei sich Jockey Paul Andrew Johnson mehrere Zähne ausschlug, und seinen späteren Ritt auf Polski Poseidon nicht ausführen konnte.
Mit einer Eventualquote von 24:10 stand die neue Hindernisentdeckung Koffi Lady in deutlicher Favoritenrolle, und dieser wurde die von Pavel Vovcenko trainierte Samum-Tochter des Stalles Nicole auch vollauf gerecht. Nach einem umsichtigen Ritt von Champion Cevin Chan, der mit der Fünfjährigen erst in der letzten Runde ernst machte, kam die Stute zu einem souveränen viereinhalb-Längen-Sieg über den schwedischen Gast Calvados, hinter dem Good Prince und Inferna die weiteren Plätze belegten. Die Viererwette zahlte bei diesem Einlauf 10.956:10. Bei einem Sturz in der letzten Runde kamen mit Notti Magiche, Illuminati und North Point drei Pferde zu Fall. John Paul Brennan, Jockey von Notti Magiche wurde mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert.
Koffi Lady, die bereits am vergangenen Samstag in Bad Harzburg erfolgreich gewesen war (Zum Video), war somit nach Danon Perth die zweite Doppelsiegerin der Rennwoche. Cevin Chan, in Bad Harzburg traditionell in großer Form reitend, schnappte sich dann auch das zweite Hürdenrennen des Tages, als er für Paul Andrew Johnson auf dem 36:10-Favoriten Polski Poseidon aus dem Stall von Christian von der Recke zu einem überlegenen Sieg kam. Der Areion-Sohn des Rennstalles Darboven zeigte sich bei seinem Debüt über Sprünge sehr talentiert, und legte sechseinhalb Längen zwischen sich und den Zweitplatzierten Jupiter, hinter dem Alexander Lucas auf Platz drei kam.
Christian von der Recke hatte zuvor bereits die Siegerin im ersten Galopprennen des Tages gesattelt, als sich die im Besitz von Lady O’Reilly stehende Mesaria (Alexander Pietsch, 15:10) im Altersgewichtsrennen über 2000 Meter überlegen aus der Maidenklasse verabschiedete (Zum Video). Musste sich Trainer Toni Potters hier mit Rock of Tiger mit dem zweiten Platz begnügen, so konnte sich der Großenknetener Trainer im wichtigsten Flachrennen des Tages, dem Ausgleich II über 2000 Meter, über den Sieg seiner Anarchie freuen, die unter Daniele Porcu zur Quote von 39:10 gegen Summershine und Sign zum Zuge kam (Zum Video).
Zwei Sieger stellte neben Christian von der Recke auch Pavel Vovcenko, für den neben Koffi Lady auch noch Powerplay im Ausgleich IV üver 1200 Meter erfolgreich war (Zum Video). Im Sattel des 25:10-Favoriten saß dabei Filip Minarik. Zweimal erfolgreich war auch Alexander Pietsch, denn neben Meliora führte der Champion auch noch den von John Smith trainierten Yeah Cool (57:10) im abschließenden Ausgleich IV über 1850 Meter zum Sieg (Zum Video). Der Besuch war in Bad Harzburg auch am vierten Meetingstag sehr gut, 7.600 Zuschauer wurden gezählt.











