Europas Top-Rennen des Tages wurde am Samstag auf dem irischen Currgah entschieden.
Auf der grünen Insel standen am Abend die zur Gruppe I zählenden Irish Oaks (400.000 Euro) über 2414 Meter für dreijährige Stuten auf der Karte. Einmal mehr hatte der irische Meistertrainer Aidan O’Brien in einem Euro-Klassiker ein ganz heißes Eisen im Feuer. Die für Susan Magnier trainierte Mastercraftsman-Tochter Even Song. Mit Pretty Perfect, Seventh Heaven und Somehow hatte O’Brien sogar noch drei weitere Starterin im Rennen. Ebenfalls wieder mit dabei war Trainer Hugo Palmer, der 2015 mit Covert Love siegreich war und der am Samstag Architecture und We Are Ninety sattelte.
Doch es sollte nicht O’Briens Favoritin sein, die diesem Rennen den Stempel aufdrückte. Nachdem Pretty Perfect nach langer Führungsarbeit im Einlauf geschlagen war, tauchte Seamus Heffernan auf der für Derrick Smith, John Magnier und Michael Tabor trainierten Seventh Heaven (150:10) gefährlich auf und auch Architecture machte nun Druck, konnte die in Front gezogene Galileo-Tochter, die zuletzt Sechste in den Epsom Oaks wurde, aber nicht mehr stellen. Dritte wurde Mick Channons Harlequeen. „Sie ist eine sehr gute Stute. Mit dem Kurs in Epsom kam sie überhaupt nicht klar. Ich hatte keine Zweifel, dass sie sich heute von besserer Seite zeigt“, so Sieg-Jockey Seamus Heffernan nach dem Rennen.
Even Song wurde von Ryan Moore unterwegs im hinteren Teil des Feldes gehalten, im Einlauf schien sie außen in Position, doch Moore zog sie wieder nach Innen. Hier kam die Favoritin überhaupt nicht weiter und hatte mit dem Ausgang des Rennens nie etwas zu schaffen. Möglich, dass der Sieg in den Ribblesdale Stakes von Royal Ascot mehr Substanz gekostet hat als erwartet. Dennoch wird Aidan O’Brien im siebten Himmel schweben. Für den Ballydoyle-Trainer war es nach Alexandrova (2006), Peeping Fawn (2007), Moonstone (2008) und Bracelet (2014) bereits der fünfte Sieg in den Irish Oaks.












