Markus Münch, seit gut einem Jahr in Chantilly als Trainer beheimatet, kehrt zurück nach Deutschland. Allerdings nur für eine begrenzte Zeit von sechs Monaten. Der ehemalige Bundesliga-Profi, der aktuell neun Pferde in seiner Obhut hat, wird seine Zelte bis Ende des Jahres in Warendorf aufschlagen.
„Ich komme nur kurzfristig zurück“, so Markus Münch am Donnerstag gegenüber der „Sport-Welt“. Grund für den kurzzeitigen Wechsel nach Westfalen ist, dass Münch seine Firma mm Racing zunächst in eine GmbH umwandeln muss, ehe die neue Lizenz in Frankreich ab dem 27. Oktober in Kraft treten kann. In der Vergangenheit hat der 43-Jährige in Frankreich mit seiner deutschen Lizenz gearbeitet. „Der Antrag, meine Firma in eine GmbH umzuwandeln, muss durch einige Kommissionen, was seine Zeit dauert“, sagte Münch weiter. „Ab dem 1. Januar werde ich wieder nach Chantilly zurückkehren. Das ist dann ein klarer Schnitt. In welcher Form als Trainer ich dann weitermache, ist noch die Frage, aber ich denke, ich werde weiterhin nur meine Pferde trainieren.“
Dass Münch die kommenden sechs Monate in Warendorf trainieren kann, hat er Gregor Baum, dem die Anlage gehört, zu verdanken. „Gregor, ein alter Freund von mir, ist mir da sehr entgegengekommen und hat uns das Gelände zur Verfügung gestellt. Wir haben dort optimale Bedingungen.“ Dass Markus Münch während der Zeit in Warendorf auch in Deutschland Pferde an den Start bringen wird, ist dagegen nicht zu erwarten. „Ich denke eher nicht und werde meine Pferde weiterhin in Frankreich laufen lassen“, so der Trainer. Sein aktuell bestes Pferd im Stall ist die dreijährige Siyouni-Tochter Spectre, die in diesem Jahr den Prix Imprudence gewinnen konnte sowie Fünfte in der Poule d’Essai des Pouliches und zuletzt starke Dritte im Prix Jean Prat wurde. Konkrete Pläne, wie es mit der Stute weitergehen wird, hat Münch noch nicht, aber Optionen sind vorhanden. „Sie hat eine Nennung für den Prix Rothschild. Allerdings ist das Rennen schon in zwei Wochen und könnte ein wenig zu früh kommen. Am Arc-Tag könnte sie im Prix de la Foret starten. Im Hinterkopf haben wir auch den Breeders‘ Cup. Sie hat gezeigt, dass sie in der höchsten Klasse gegen die besten Pferde Europas mithalten kann, obwohl sie nicht ihre idealen Bedingungen vorfand. Ich glaube, dass sie im Herbst noch stärker ist“, schließt Markus Münch.











