Articus der Spielverderber bei Quasillos Comeback

Unverhofft kommt oft. Am Dienstag auch für Hannoverschen Rennverein, der seinem ohnehin starken Programm mit der zur Gruppe III zählenden Maxios-Trophy ein weiteres Highlight hinzugefügt hat. Eigentlich hätte das Rennen schon am Freitag in Hamburg entschieden werden sollen, doch wurde die Veranstaltung in Horn abgesagt (wir berichteten).

Kurzerhand übernahm Hannover das Rennen und hatte so auch die Ehre dem von Andreas Wöhler trainiertem Quasillo, der am Freitag vor der Absage bereits Nichtstarter war, die Bühne für sein langersehntes Comeback zu bereiten. Der Sea The Stars-Sohn kehrte somit just an die Stätte zurück, an der er im vergangenen Jahr das Bavarian Classic gewinnen konnte und zu einem der Derby-Favoriten avancierte, eher er durch eine Verletzung ausgebremst wurde. Nun ist Quasillo zurück und die Wetter ließen keinen Zweifel daran, wem sie in dieser mit 55.000 Euro dotierten 2000 Meter-Prüfung den Sieg zutrauen.

Unter Eduardo Pedroza, der in Hamburg bereits von seinem Partner schwärmte, sah man den 18:10-Favoriten zunächst an vorletzter Stelle, während vorne der britische Gast Not So Sleepy (Hughie Morrison) unter Andreas Suborics für mächtig Tempo sorgte. Im Schlussbogen dann beorderte Pedroza den Fährhofer nach außen, wo nun auch der von Waldemar Hickst trainierte Articus, zuletzt Zweiter im Großen Preis der Badischen Wirtschaft, unter Marc Lerner immer zwingender wurde und die Spitze einnahm. Zwar versuchte Quasillo den in Besitz von Dr. Christoph Berglar stehenden Areion-Sohn noch zu stellen, doch dieser hielt dem Druck des Favoriten in starker Manier stand und kam zum ersten Gruppe-Sieg seiner Karriere. Dritter wurde mit Incantator (Jozef Bojko), ein Bruder des frischen Derby-Siegers Isfahan, der zweite Schützling von Andreas Wöhler in diesem Rennen.

Der vierjährige Articus (29:10), der in Hoppegarten bereits den Preis von Dahlwitz auf Listen-Parkett für sich entscheiden konnte, bestätigte mit diesem Sieg seine glänzende Gesamtform und ist einer der Aufsteiger der Saison, aber auch Quasillo wusste in der Niederlage zu gefallen und gab nach langer Pause ein starkes Comeback. „Articus hat große Sprünge gemacht. Er ist ein unkompliziertes Pferd. Ich denke 2000 Meter sind ideal, aber ich glaube auch, dass er auch über 2400 Meter kommen kann. Quasillo lief nach über einem Jahr Pause riesig“, so Waldemar Hickst nach dem Rennen (Zum Video).

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