Im ersten Rennen der Bremer Karte rund ums swb- Derby Trial gab es die dritte Zweijährigen-Aufgabe der laufenden deutschen Saison. Und gewonnen wurde die vier Pferde-Prüfung über 1200 Meter nicht von den aus Black Type-Müttern großartig gezogenen Vertretern aus den Top-Quartieren des Westens, sondern von einer Stute, die von Santiago, einem 2.500 Euro-Stallion, aus einer 61,5 Kilo-Stute abstammt und im Dresdner Quartier von Claudia Barsig trainiert wird.
Und wie sich Fashion Queen unter Michael Cadeddu ab Mitte der Bremer Zielgeraden von den heißen 19:10 respektive 21:10-Co-Favoriten Magellan und Sunny Belly löste, nachdem der Ullmann-Hengst aus dem Carvalho-Quartier seinen vermeintlichen Zweikampf gegen Gestüt Ittlingens von Peter Schiergen betreute Sunny Belle verloren hatte, war sehr beeindruckend und machte Appetit auf deutlich mehr. Allerdings hat Claudia Barsigs Schimmelstute aktuell keine Nennung für bessere Rennen. Fashion Queen, die von ihrer Trainerin gezogen wurde und ihr zudem gehört, kam als längste Außenseiterin für 99:10 zum Zuge (Zum Video).
Im zweiten Rennen waren dann die ein Jahr älteren an der Reihe und es gab durch Stall Widukinds Saxone aus dem Stall von Hans-Jürgen Gröschel einen Favoritensieg (24:10) über 1600 Meter. Erster Jahreserfolg für den seit März für einige Monate erkrankten Waldimir Panov. Nachdem der Pilot King’s Soldier eingangs der Zielgeraden die Führung an die 27:10-Co:Favoritin Lady Emerald abgeben musste, sah es zunächst nach dem ersten Karriere-Treffer der Schiergen-Lady aus. Aber nachdem Saxone ins Rollen gekommen war, ging er noch sehr souverän an Lady Emerald vorbei. King’s Soldier blieb der dritte Platz (Zum Video).
Bereits im dritten Rennen, einer sehr übersichtlich besetzten Prüfung für vierjährige und ältere Sieglose über 2200 Meter, gab es den nächsten Favoriten- und Treffer für Michael Cadeddu. Die von Ferdinand Leve betreute Lui Jo, eine vierjährige Adlerflug-Halbschwester der ebenfalls sehr spätreifen Listensieger Lucarelli und Laviva, brauchte im Einlauf etwas Zeit, bis sie anfasste, aber dann zog Janet Leve-Ostermanns Haus Ittlingerin noch locker am Feld vorbei. Die 17:10-Favoritin gewann gegen die Mitfavoriten Limatina und Alsen, der Dritter wurde (Zum Video).
Im vierten Rennen gab es den Erfolg für das Gestüt Ittlingen von Bruder Manfred Ostermann, denn die von Waldemar Hickst trainierte Prairie Pearl gewann als 25:10-Favoritin mit Daniele Porcu den Ausgleich II über 2200 Meter gegen Oscar und den drittplatzierten Shining Rules.











