Das Votum zugunsten den Brexit hat vielschichtige Effekte auch auf den Rennsport und die Zucht. Welche Ausprägungen diese genau haben, steht noch in den Sternen, hängt vor allem ja auch vom Zeitplan des EU-Austritts Großbritanniens ab. Gleichwohl machen sich zahlreiche Akteure in Turf und Zucht schon jetzt Gedanken. In loser Folge werden wir bei GaloppOnline.de und in der Sport-Welt am Ball bleiben, mit Züchtern, Besitzern, Aktiven, Buchmachern und einigen mehr sprechen.
Den Anfang machen Heike Bischoff-Lafrentz und Niko Lafrentz vom Gestüt Görlsdorf, deren Sea The Moon in England deckt: „Für Sea The Moon selbst hat der Brexit in den nächsten zwei Jahren eher Vorteile. Solange die Reisebestimmungen für Vollblüter nicht geändert werden, gibt es einen Run auf englische Stallions.“
Dieser wird durch die Änderung des Wechselkurses des Pfund begründet. „Für die Züchter in den Euro-Ländern Irland, Deutschland, Frankreich und Italien reduziert sich die Decktaxe durch die Abwertung des Pfunds um 10 bis 20 Prozent, genauso wie die Nebenkosten für Pension oder tierärztliche Betreuung. Dazu kommt, dass jetzt viele englische Züchter 2017 einheimische Hengste aufsuchen, weil für sie die Stallions in den Euro-Ländern um genau diesen Prozentsatz teurer geworden sind. Wir sind guter Dinge, dass Sea The Moon dann auch in seinem dritten Deckjahr 2017 erneut weit über hundert Stuten decken wird.“












