Seit Monaten gilt der von Christian Sprengel für Rainer Hupe + Friends trainierte Boscaccio als Favorit für das IDEE 147. Deutsche Derby. Als Favorit ging er am Sonntag in das 181. Oppenheim-Union-Rennen (70.000 Euro) und als Favorit wird der Mount Nelson-Sohn jetzt auch nach Hamburg-Horn reisen.
Der noch ungeschlagene Boscaccio (24:10) hielt sich auch in dem immer noch wichtigsten Derby-Test im Weidenpescher Park schadlos und geht nach nun vier Starts und ebenso vielen Siegen mit einer blütenreinen Weste ins Rennen aller Rennen. Dennis Schiergen, der ständige Reiter Boscaccios, hielt seinen Partner, der zuletzt schon das Derby-Trial in Hannover gewinnen konnte, zunächst im Mittelfeld, überließ die Tempoarbeit dem von seinem Bruder Vinzenz gerittenem Ammerländer Bora Rock (Peter Schiergen). Eingangs der Zielgeraden war es dann zunächst der von Markus Klug für das Gestüt Röttgen trainierte El Loco der unter Adrie de Vries die Spitze nahm, aber auch Dennis Schiergen fand auf dem Favoriten innen an den Rails den direkten Weg nach vorne und rückte an El Locos Seite. Dieser wiederum gab sich nicht so einfach geschlagen, kämpfte gegen den aus Fährhofer Zucht stammenden Boscaccio an und war am Ende doch machtlos (Zum Video). „Es lief alles nach Wunsch. Unser Plan ging voll auf. Er ist unverändert noch nicht bei 100 Prozent“, so Christian Sprengel.
„Ich habe ihm nur einen Schlag mit der Peitsche gegeben. Wir wollten ihn mit Blick auf das Derby schonend reiten“, so ein überglücklicher Dennis Schiergen, der nun die große Ehre hat in Hamburg den Favoriten für das Blaue Band reiten zu dürfen. „Ein geiles Gefühl“, so der Jockey über den Sieg, der auch die letzten Zweifler an der Stärke des Sprengel-Schützlings verstummen lassen dürfte. Dritter wurde am Sonntag der zweite Klug-Vertreter Dschingis Secret, der unter Martin Seidl einen starken Schlussakkord an den Tag legte, das vordere Duo aber nicht mehr gefährden konnte. Vierter wurde Berghain (Jens Hirschberger/Alex Pietsch), vor Savoir Vivre (Jean-Pierre Carvalho/Frederik Tylicki). Mit El Loco ist es dagegen wahrlich zum verrückt werden. Für den Lope de Vega-Sohn war es schon der vierte Ehrenplatz in Serie. Zweiter hinter dem Derby-Favoriten zu werden ist aber wahrlich keine Schande und man darf auch auf El Locos Auftritt in Hamburg gespannt sein.












