Klasse-Besetzung im Hoppegartener Diana-Trial!

Wenn eine Vorbereitungsprüfung für den Henkel-Preis der Diana den Titel Diana-Trial verdient hat, dann ist es gerade in den letzten zwei Jahren das Hoppegartener Diana-Trial gewesen. Und das nicht nur auf Grund der Dotierung von 70.000 Euro, und weil die Aufgabe Gruppe II-Status hat (Zum Rennen).

Die Lady, die in Berlin im Endkampf ist, oder knapp dahinter, darf sich am ersten Augustsonntag auf dem Düsseldorfer Grafenberg hervorragende Chancen ausrechnen, auch im Stutenderby an prominenter Position mitzumischen. Die Siegerin2015 Nightflower wurde Zweite in der Diana, die drittplatzierte Amona belegte denselben Rang in Düsseldorf und die Fünfte Turfdonna stieg auf dem Grafenberg zur Jahrgangskönigin empor.

Die Besetzung der diesjährigen Ausgabe ist nicht nur quantitativ, sondern nach dem aktuellen Eindruck der Bewerberinnen um den Favoriten-Titel fürs Stutenderby auch qualitativ ausgezeichnet zusammen gekommen. Und völlig offen, wenn man von der polnischen Gaststute Cockney Blue absieht, erscheint die Gruppe II-Aufgabe über 2000 Meter, also 200 Meter weniger, als in der Diana verlangt werden. Allein vier der 12 Teilnehmerinnen rangieren unter den ersten zehn im Diana-Wettmarkt.

Auch wenn einer der Top-Favoritinnen, Michael Figges Olala, nun doch nächste Woche nach Ascot reist und im Trial Nichtstarter ist, kommt mit Night Music aus dem Quartier von Andreas Wöhler, den Klug-Mädels La Dynamite und Kasalla, sowie Jens Hirschbergers Pagella, ein ganzer Schwung an La La La für den Sieg in Frage.

Gestüt Brümmerhofs von Melanie Sauer betreute Wild Aproach  und Gestüt Görlsdorfs Lokalmatadorin Meergörl aus dem Stall von Roland Dzubasz haben noch ein Rechnung aus dem Mai offen, als Wild Approach von dem „Görl“ ein wenig überrumpelt wurde. Die Gewichtsverhältnisse haben sich um zweieinhalb Kilo zum Vorteil der Brümmerhof-Lady verändert, die Gegner allerdings auch. Wer auch immer die Revanchepartie gewinnt, die schwere Aufgabe wird dadurch noch längst nicht gelöst sein (Zum Langzeitmarkt).

Zwei Stuten, die man in jedem Fall auf der Rechnung haben sollte, sind Miroslav Rulecs Whole Lotta Rosie, die zuletzt als Zweite zu Markus Klugs Tickle Me Blue im Iffezheimer Diana-Trial bewies, dass ihre bemerkenswerten Zweijährigen-Formen keine Zufallstreffer waren und Henke Grewes Mary Sun.

Hinter den genannten, in etwa gleich stark einzuschätzenden Teilnehmerinnen, müssen Gestüt Ittlingens Lopera aus dem Stall von Peter Schiergen, die zweite Wöhler-Chance, Gestüt Ebbeslohs Dalmatian Sea, und Andreas Löwes Always Hope vielleicht etwas zurückstehen. Aber wie stark Andreas Löwe besonders in Stutenprüfungen immer wieder auftrumpft, brauch man eigentlich gar nicht mehr hervorzuheben. Entsprechend groß ist die Erwartung, die er an Gestüt Höny-Hofs Lord of England-Tochter knüpft. Aber auch Andreas Wöhler und Peter Schiegen erwarten ein gutes Abschneiden von Dalmatian Sea (Michael Cadeddu) respektive Lopera (Daniele Porcu).

Und wenn man mit den Trainern spricht, dann kommt oft genug die Feststellung „Hat noch nichts verkehrt gemacht“. Nun bei 13 Startern wird die ein oder andere am Sonntag notgedrungen irgendwas falsch machen.

 

 

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