Postponed krönt sich im Coronation Cup

Als „Warm up“ auf das Investec Derby wurde am Samstag auf den Epsom Downs der zur Gruppe I zählende Queen Elizabeth II Coronation Cup (400.000 Pfund) über 2423 Meter entschieden. Acht Pferde kamen in diesem Rennen an den Start und die hatten es wirklich in sich (Zum Video). Der Favorit Postponed, Second Step, Arabian Queen, Found und Simple Verse haben insgesamt acht Gruppe I-Rennen in fünf verschiedenen Ländern gewonnen. Second Step sah man als Sieger im Großen Preis von Berlin 2015 auch schon in Deutschland am Start, in Epsom war er am Ende als Fünfter ohne bessere Möglichkeiten.

Wenig überraschend war zunächst, dass Postponeds Pacemaker Roseburg unter Jack Mitchell die Spitze des Feldes nahm und das Tempo diktierte, dahinter sah man Arabian Queen (David Elsworth/Silvestre de Sousa), die im vergangenen Jahr Golden Horn im Juddmonte International schlagen konnte, vor Roger Varians Postponed (17:10) unter Andrea Atzeni. Ryan Moore ging mit der Co-Favoritin Found (Aidan O’Brien) zunächst innen im Mittelfeld. Im Einlauf marschierte Roseburg zunächst weiter, wollte mehr sein als der Pacemaker, doch dahinter „brummte“ der Sieger des Dubai Sheema Classics, der fünfjährige Dubawi-Sohn Postponed.

Dieser kam nun mit jedem Galoppsprung näher an seinen Stallgefährten heran, fand dann auch schnell den höheren Gang und löste sich souverän. Nun kam auch Found immer besser in Schwung und passierte Roseburg. An den Sieger kam die Galileo-Tochter, die im vergangenen Jahr den Breeders‘ Cup Turf gegen Golden Horn holte, aber nicht mehr heran. Postponed gewann überlegen mit viereinhalb Längen. Der tapfer kämpfende Roseburg gab nie auf und sicherte sich schließlich den dritten Platz und so war es ein perfektes Ergebnis für Trainer Roger Varian und Besitzer Scheich Mohammed Obaid Al Maktoum. „Er war heute einfach eine andere Klasse. Er ist ein richtiges Rennpferd“, so Andrea Atzeni nach dem Rennen über den aktuell besten Galopper Europas. „Ich freue mich besonders für Scheich Mohammed Obaid und den Trainer.“

„Er ist wirklich das reine Vergnügen. Er hat all seine Vielseitigkeit gezeigt und seine Anpassungfähigkeit, was Bodenbedingungen, Rennbahntypen und Rennverläufe angeht. Es gibt wohl kaum einen größeren Unterschied als zwischen Meydan und Epsom. Er kann langsam gehen und spinten oder über anderthalb Meilen durchziehen. Er hat einfach all die Fähigkeiten, die man von einem Top-Klasse-Pferd erwartet. Er ist wirklich ein ultimatives Pferd. Zudem hat er ein sehr ausgeglichenes Temperament“, so Roger Varian.

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