„Air Force“ stürzt ab – Galileo Gold holt Guineas

Alles hatte in den 2.000 Guineas am Samstag in Newmarket mit einem Erfolg für Aidan O’Briens Air Force Blue gerechnet, der unter Ryan Moore als 18:10-Favorit in das mit 500.000 Pfund dotierte Gruppe I-Rennen über die Meile gegangen war. Doch der dreifache Gruppe I-Sieger enttäuschte, hatte im Grunde nie eine Chance auf mehr, und kam nur als Zwölfter, und damit Vorletzter im Feld von 13 Pferden über die Linie. Der Sieg ging dagegen an den von Hugo Palmer für Al Shaqab Racing trainierten Paco Boy-Sohn Galileo Gold, der unter Frankie Dettori leicht mit anderthalb Längen Vorsprung gegen Hamdan Al Maktoums Massaad zum Zuge kam, hinter dem Godolphins Riesenaußenseiter Ribchester vor der zweiten O’Brien-Farbe Air Vice Marshal den dritten Platz belegte (Zum Video).

150:10 gab es auf den Sieg von Galileo Gold, der im vergangenen Jahr die Vintage Stakes (Gr.II) in Goodwood gewonnen hatte, und im Prix Jean Luc Lagardere (Gr.I) in Longchamp den dritten Platz belegte. Für Trainer Hugo Palmer war es nach Covert Love im Vorjahr in den Irish Oaks der zweite Sieg in einem klassischen Rennen und der erste auf der Insel. Hugo Palmer: „Das ist wirklich unfassbar. Ich kann es nicht glauben. Keine Ahnung was da noch kommen wird. Man sagt ja die Guineas seien das beste Derby-Trial. Aber ob er die 2400 Meter wirklich kann? Er hat jedenfalls eine Nennung. Gestern haben wir gefeiert, weil wir einen Guineas-Starter haben. Heute abend feiern wir einfach weiter. Und wie!“

Auch in den Jockey Club Stakes, dem Gruppe II-Rennen über 2400 Meter, das mit 100.000 Pfund dotiert war, ging der Favorit völlig unter, als Godolphins 15:10-Chance Jack Hobbs nie im Rennen war, und im Verlauf der Geraden von William Buick vorsichtshalber angehalten wurde. Somit war der Weg frei für Khalid Abdullahs vierjährigen Hengst Exosphere (Michael Stoute/Ryan Moore), der sich zur Quote von 95:10 gegen Simple Verse und Big Orange behauptete. „Er hat sich schon das ganze letzte Jahr über immer weiter verbessert. Er war als Dreijähriger wirklich noch sehr unreif. Wir hatten nicht damit gerechnet, zu siegen, aber eine Platzierung war unser festes Ziel. Auch wenn Ryan Moore etwas verdutzt geschaut hat, als ich ihm das so im Führring eröffnet habe. Aber mit seinen letzten Trainingsleitungen war ich wirklich sehr zufrieden“, so Sir Michael Stoute über den Sieger (Zum Video).

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