Favoriten-Niederlagen bei den Dreijährigen

Zu Anfang der Raffelberger Auftakt-Karte standen wie um diese Jahreszeit üblich die beiden Prüfungen für den Derbyjahrgang im Mittelpunk des Interesses und in beiden Mülheimer Konkurrenzen gab es Favoriten-Niederlagen für Dreijährige aus prominenten Quartieren.

Im ersten Rennen, in dem die Nachwuchs-Sprinter über 1200 Meter antraten, gingen die Wetter mit dem von Andreas Wöhler für Jaber Abdullah vorbereiteten dreijährigen Exceed And Excel-Sohn Plus Night, der 19:10 am Toto notierte. Doch völlig souveräner Sieger wurde Pavel Vovcenkos Contat-Sohn Schäng, der mit Filip Minarik für 40:10 zum zweiten Karriere-Treffer kam und die restlichen Teilnehmer angeführt von Plus Night mit sieben Längen deklassierte. Dritter wurde weitere dreieinviertel Längen hinter dem Schützling von Andreas Wöhler der Areion-Sohn Be My Star aus dem Stall von Christian Sprengel (Zum Video).

„Ich denke wir gehen mit ihm nach Frankreich, über Sprintdistanzen finde ich in Deutschland nichts“, sagte Schängs Betreuer nach dem Rennen. Andreas Wöhler meinte, dass Plus Night im Sommer auf normalem Boden ein gutes Pferd würde.

Im zweiten Rennen für den Derbyjahrgang über 2000 Meter waren in der dritten Tagesprüfung acht Teilnehmer mit Derbynennungen am Ablauf. Deutlicher 25:10 Favorit am Toto war der von Markus Klug für das Gestüt Röttgen betreute Monsun-Sohn Aramon, der aber im Rennen noch einen sehr grünen Eindruck hinterließ, nie in die Partie fand und zu deutlich (15 Längen) hinter dem Vorletzten Zanini die Linie passierte, als dass diese Form stimmen könnte (Zum Video).

Start-Ziel beherrschte Andreas Wöhlers Cashman mit Eduardo Pedroza die Konkurrenz und kam für hohe 78:10 – eher selten für einen Kandidaten aus dem Güterloher Quartier – zu einem leichten zweieinviertel Längen Erfolg gegen Sascha Smrczeks Alsterprinz, der als Lando-Nachkomme auf dem aufgeweichten Boden einen ausgezeichneten Eindruck hinterließ.

„Wir gehen mit ihm erst einmal die kleine Route, und wollen den Hengst nicht zu früh mit zu schweren Aufgaben konfrontieren“, Andreas Wöhler möchte Stall Turffighters Soldier Of Fortune-Sohn behutsam an bessere Aufgaben heranführen.

Mit Noble House endete ein weiterer Lando-Sohn auf dem dritten Platz. Mario Hofers Schützling fand dabei von weiter hinten noch prima in die Partie und bewies, dass sein Betreuer vermutlich nicht zu Unrecht Black Type-Ambitionen mit ihm hat.

Auch im zweiten Rennen gab es einen Favoritensturz, denn die von Peter Schiergen für das Gestüt Ittlingen vorbereitete heiße 18:10-Chance Kylina konnte zu keiner Zeit bessere Chancen anmelden und wurde lediglich Fünfte. Gewonnen wurde der Ausgleich III über 2000 Meter von Gerald Geislers achtjährigem Oldie World Star, der mit Eva-Maria Zwingelstein sicher mit einer halben Länge gegen Reiner Wernings Marientaler siegte. Dritter hinter dem Sieger, der 72:10 auf Sieg bezahlte, wurde die belgische Gaststute Fair Of Face (Zum Video).

 

 

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