Reddam Racings dreijähriger Uncle Mo-Sohn Nyquist gewann vergangene Samstagnacht 00.55 deutscher Zeit als 22:10-Co-Favorit das mit einer Million US-Dollar dotierte Florida Derby (Gruppe I, 1818 Meter) in Gulfstream Park derart überzeugend, dass er aktuell endgültig der Top-Favorit für das Kentucky Derby am 7. Mai ist.
Start-Ziel auf der trotz starkem Regen mit gut angegeben Sandpiste beherrschte der nach einem berühmten schwedischen NHL-Profi benannte Dreijährige die Konkurrenz und hatte im Ziel einen bequemen dreieinviertel Längen Vorsprung vor dem 223:10-Außenseiter Majesto. Dritter wurde mit Fellowship ein weiteres weniger beachtetes Pferd.
Lediglich Vierter des Gruppe I-Events wurde der heiße, bislang unbesiegte 18:10 Favorit Mohaymen, für den es der erste Auftritt auf Top-Level bedeutete, aus dem Vollblut-Imperium von Sheikh Hamdan Al Maktoum. Der erwartete Super-Clash zwischen Trainer Doug O‘Neills ebenfalls unbesiegten Nyquist, der am 31. Oktober in Santa Anita im Breeders‘ Cup Juvenile mit seinem ständigen Reiter Mario Gutierrez triumphiert hatte, und Trainer Kiaran McLaughlins Mohaymen flackerte nur im Schlussbogen der 1818 Meter Strecke kurz auf, als Junior Alvarado mit dem Tapit-Sohn gefährlich zum Angriff blies. Aber im Einlauf wirkte der Schimmel schnell nicht mehr zwingend.
„Wenn ich ihn sonst gefragt hatte, bekam ich von Mohaymen immer eine deutliche Antwort, heute kam leider nichts“, sagte ein enttäuschter Alvarado. Nyquist dagegen war so souverän, dass ihn auch das Wegbrechen Mitte des Einlaufs zur Außenseite nicht an seinem überragenden Sieg hinderte.
„Vor ca. einem Monat gab es immer Vorbehalte, ob wir wirklich gegen Mohaymen in seinem Hinterhof antreten wollten. Ich hatte nie Zweifel“, teilte O’Neill zufrieden mit. Nyquist ist nun 50:10 Favorit um in die „Hufstapfen” von Big Brown und Barbaro zu treten und am 7. Mai das Doppel Florida- und Kentucky Derby zu schaffen.










