Man hatte sich für den Japan Cup im Lager von Gestüt Schlenderhans Ito schon mehr ausgerechnet. Die Enttäuschung über das schwache Abschneiden des vierjährigen Adlerflug-Sohnes, der mit dem Anspruch bestes älteres Pferd in Deutschland zu sein, angetreten war, spiegelte sich sowohl in den Äußerungen seines Trainer Jean-Pierre Carvalho als auch in denen von Jockey Filip Minarik wieder.
„Das war – wie erwartet – ein Rennen mit sehr viel Pace von Anfang an. Ito ist normal abgesprungen, aber konnte nach dem Start nicht auf Anhieb eine vordere Position einnehmen. Doch dies war eigentlich zu erwarten gewesen, dass es diesmal sehr schwer werden würde, das Rennen von vorne aus zu gestalten. Aber er hat dann sehr früh das Interesse verloren. Er entfaltet anscheinend keinen Kampfgeist, wenn er unter Druck gerät und vorne nicht sein eigenes Tempo bestimmen kann. Ich bin schon enttäuscht, natürlich war die Siegchance realistisch betrachtet eher klein, aber wir wären schon ganz gerne ins Geld gelaufen, unter die ersten Acht. Letzter zu werden ist dann schon ärgerlich“, teilte Jean-Pierre Carvalho gegenüber GaloppOnline.de mit.
Filip Minarik vertrat die gleiche Ansicht, scheint aber auch der Meinung zu sein, dass Ito nicht ganz die Klasse von Ivanhowe hat, den er im vergangenen Jahr im Japan Cup auf den sechsten Platz ritt. „Wir haben nicht die Spitze übernehmen können, das war ein großes Problem für ihn. Zudem haben wir dann nach etwa zweihundert Metern einen Stoß von außen bekommen, das hat ihn etwas zurückgeworfen. Ito hat letztlich nie wirklich ins Rennen gefunden und hatte auch kein Finish. Er ist ein gutes Pferd, aber ich denke jetzt kann man auch den Unterschied zu Ivanhowe im Vorjahr sehen, der hier Sechster wurde“, war Minariks realistische Einschätzung von Itos Vorstellung.
Mehr Stimmen und alle weiteren wichtigen Infos zum japanischen Monstre-Rennen können Sie in der nächsten Ausgabe der Sport-Welt lesen, die am Dienstag erscheint.










