20 Jahre nach dem Triumph des großen Lando im Japan Cup schicken sich am Sonntag Peter Schiergen für den Stall Nizza trainierte Nightflower und der Schlenderhaner Ito aus dem Rennstall von Jean-Pierre Carvalho an den Gruppe I-Titel möglicherweise erneut nach Deutschland zu entführen. Bei der Boxenauslosung hatten beide deutsche Pferde weniger Glück, aber jedes Rennen muss erst einmal gelaufen werden. Die Liste internationaler Gäste für den mit umgerechnet 4,78 Millionen Euro dotierten Show-down von Tokio ist mit vier Pferden in diesem Jahr eher kurz: Ed Dunlops Ascot-Gold-Cup Sieger Trip To Paris, Henri-Francis Graffards Grand-Prix-de-Paris-Sieger Erupt und die beiden deutschen Gruppe I-Sieger Nightflower und Ito geben sich ein Stelldichein mit der japanischen Elite (Zum Langzeitmarkt).
Aus deutscher Sicht könnte diese Edition also ausgesprochen spannend werden, da beide deutschen Grand-Prix-Stars mit brillanten Vorformen aufwarten können und hier ihren Startplatz mehr als verdient haben: Peter Schiergens für den Stall Nizza trainierte Nightflower, eine drei Jahre alte Dylan-Thomas-Tochter, dominierte ihren um ein Jahr älteren Konkurrenten Ito im Kölner Preis von Europa Ende September, als sie Sirius mit zwei Längen auf Rang zwei verwies und dreieinhalb Längen auf den von Jean-Pierre Carvalho betreuten Adlerflug-Sohn herauslief. Doch war der Schlenderhaner Hengst nach einer – Infekt bedingt kurzfristigen – Absage seiner Teilnahme am Großen Preis von Baden drei Wochen zuvor in Köln anscheinend noch nicht wieder auf 100 Prozent. Anfang November im Münchener Großen Preis von Bayern zeigte Ito sich wieder voll in Form und dominierte Jean-Claude Rougets Iffezheimer-Grand-Prix-Sieger und zwischenzeitlichen Arc-Siebten Prince Gibraltar mit satten vier Längen.
Über diesen – mittlerweile in die Zucht gewechselten – Franzosen gerechnet, der Nightflower in Baden mit eindreiviertel Länge auf Rang zwei verwies, könnte hier der Schlenderhaner Hengst eventuell sogar die noch stärkere Form aufweisen. Der aktuelle Wettmarkt sieht die Schiergen-Stute, Anfang August als Zweite im Düsseldorfer Preis der Diana klassisch platziert, an fünfter Stelle bei 110:10, während Ito bei rund 130:10 notiert. Beide Pferde werden von ihren ständigen Partnern geritten: Nightflower von Andrasch Starke und Ito von Filip Minarik. Da beide Pferde bodenunabhängig sind, würde auch weicher Boden nicht stören, da in Tokio bis Donnerstagmorgen Dauerregen herrschte. Doch ist dem Vernehmen nach die Drainage der Tokioter Bahn so gut, dass der Boden ohnehin zumeist gut oder schneller ist und dies auch Sonntag sein dürfte. Ed Dunlops Ascot-Gold-Cup Sieger Trip To Paris, Henri-Francis Graffards Grand-Prix-de-Paris-Sieger Erupt und die beiden deutschen Gruppe I-Sieger Nightflower und Ito geben sich ein Stelldichein mit der japanischen Elite.
Die japanischen Gastgeber sind mit vierzehn Pferden vertreten, ohne dass es allerdings einen zwingenden Favoriten – wie in den vergangenen Jahren üblich – gäbe. Wenn man sich aber vergegenwärtigt, dass hier selbst eine frische Arc-Siegerin wie Danedream 2011 nicht platziert einlaufen konnte, dann sind auch unbekannte Größen hier sehr ernstzunehmen. Man sollte also sehr auf der Hut sein, diese Edition als schwächer zu qualifizieren, nur weil das Rennen als weit offen erscheint. Im Wettmarkt führt – noch vor der 55:10-Chance Erupt – der von Yasutoshi Ikee trainierte fünf Jahre alte Lovely Day, der zwar schon als Zweijähriger auf Toplevel antrat, aber sein erstes Grupperennen erst in diesem Jahr gewann. Lesen Sie hier was die Trainer der deutschen Pferde sagen.













