Der mit 155.000 Euro dotierte Pastorius – Großer Preis von Bayern über 2400 Meter wurde am Sonntag in München nach Ivanhowes Triumph aus dem Vorjahr auch in diesem Jahr durch Ito eine fette Gruppe I-Beute vom Gestüt Schlenderhan, Trainer Jean-Pierre Carvalho und Jockey Filip Minarik.
Und wie sie zuschnappten. Der zweitplatzierte glasklare 16:10-Favorit Prince Gibraltar hatte genauso wenig wie der Rest der Teilnehmer, angeführt von Andreas Wöhlers Fair Mountain, der als Dritter dennoch eine starke Partie auf diesem Level ablieferte, auch nur die geringste Chance gegen die Übermacht des vierjährigen Adlerflug-Sohnes Ito.
„Ich hätte gerne einmal gesehen, was der französische Hengst gemacht hätte, wäre Ito im Einlauf mit 15 Längen in Front gelegen“. Das waren die Worte von Schlenderhans Gestüts-Manager Gebhard Apelt gegenüber GaloppOnline.de einige Tage nach dem Sieg von Prince Gibraltrar im Großen Preis von Baden und Itos fieberbedingtem Grand Prix-Aus in Iffezheim. Am Sonntag, dem Finaltag der Münchener Saison, konnte er genau das sehen. Filip Minarik ließ Ito bei nicht allzu schneller Fahrt vorne vor Fair Mountain galoppieren und verabschiedete sich im Einlauf auf nimmer Wiedersehen. Fabrice Veron versuchte zwar den Speed des Rock of Gibraltar-Sohnes entscheidend einzusetzen, aber hatte keinerlei Chance gegen die Überlegenheit des Carvalho-Schützlings. Filip Minarik hatte allerdings einmal mehr einen genialen Ritt hingelegt (Zum Video).
Jean-Claude Rougets Vierjährigen blieb somit vier Längen hinter dem Schlenderhaner aber deutliche viereinhalb Längen vor Fair Mountain, der vor dem viertplatzierten Sirius den Derbyjahrgang gut verkaufte, nur der Ehrenplatz. Der zweite Gast Success Days, der zur Co-Favoriten-Quote von 54:10 abgesprungen war, war bereits im Schlussbogen in Nöten und trudelte abgeschlagen als Letzter durchs Ziel. Ito zahlte am Totalisator lohnende 56:10 auf Sieg.
„Wir wussten immer, dass er Gruppe I-Potential hat und heute hat er es nach idealem Rennverlauf bewiesen“, freute sich Schlenderhan-Manager Gebhard Apelt nach dem Rennen. „Gegen diesen Gegner hatten wir heute keine Chance, aber der Hengst ist auf dem langsamen Geläuf toll gelaufen“, meinte Fabrice Veron.











