Am Mittwochabend gab es eine außerordentliche Mitglieder-Versammlung des Renn-Klubs Frankfurt. Wie aus Mitgliederkreisen zu hören ist, stand dabei ein Thema ganz besonders im Mittelpunkt. Ein Sonderkassen-Prüfungsbericht der forensischen Abteilung des größten deutschen Wirtschaftsprüfers soll festgestellt haben, dass in den Jahren 2012 bis 2014 ein extrem hoher – von über einer Million ist die Rede – Fehlbetrag entstanden ist, der nicht mit operativen Verlusten im Zusammenhang stehen würde. Am kommenden Montag soll es dazu eine Pressekonferenz in Frankfurt geben.
Die Verantwortlichen des Renn-Klubs, die nach wie vor entschlossen darum kämpfen, dass es in Niederrad auch über die Saison 2015 weiterhin Galopprennen geben wird, waren auf Grund der Brisanz des Themas zu keiner weiteren Stellungnahme bereit. Wie weiter aus Vereinskreisen zu hören ist, musste am Mittwoch sogar die Polizei eingreifen. Ein Mitarbeiter des ehemaligen Renn-Klub-Präsidenten Manfred Hellwig musste von der Polizei abgeführt werden.
Der ehemalige Schatzmeister des Klubs, während der Amtszeit von Hellwig in den Jahren 2012 bis 2014 tätig, versuchte sich gewaltsam Zutritt zur Versammlung zu verschaffen. Der Mann war Anfang Oktober vom Frankfurter Vorstand als Mitglied ausgeschlossen worden. Er weigerte sich die Versammlung zu verlassen. „Daraufhin stimmten die Mitglieder darüber ab, ob er ausnahmsweise anwesend sein dürfte. Einstimmig wurde er aufgefordert den Raum zu verlassen. Da er nicht bereit war, dies zu tun, mussten wir die Polizei rufen, die den Herrn dann nach draußen begleitete“, teilte Renn-Klub-Mitglied Michaela Faust gegenüber der „Sport-Welt“ mit.













