Im Mittelpunkt des Finaltages der Hannoveraner Turfsaison 2015, der unter dem Motto „Renntag der Gestüte“ veranstaltet wird, steht der mit 55.000 Euro dotierte Große Preis des Gestüt Fährhof – Herbst Stuten Preis, eine über 2200 Meter führende Gruppe-III-Prüfung für dreijährige und ältere Stuten.
Mit der von Jens Hirschberger trainierten Auenqueller Virginia Sun und Sabine Goldbergs Techno Queen aus dem Stall von Toni Potters, den beiden Erstplatzierten aus dem Deutschen St. Leger von Mitte September, wird es am kommenden Sonntag eine spannende Revanche-Partie geben. Virginia Sun hatte im Leger am Ende so wenig Mühe, den klassischen Treffer gegen Techno Queen unter Dach und Fach zu bringen, dass wenig für eine Formumkehr spricht (Zum Video). Somit könnte es zwölf Monate nach Good Donna Triumph erneut einen Auenqueller Sieg in diesem Gruppe-Event geben. Jens Hirschberger und der Engländer Jack Mitchell würden ebenfalls ihren Vorjahres-Treffer wiederholen.
Doch neue Gegner aus dem Stutenlager stellen sich den beiden Marathon-Spezialistinnen in den Weg. Röttgen tritt mit einer Doppelspitze aus dem Stall von Markus Klug an. Gestüt Röttgens Weltmacht war sogar im Großen Preis von Baden, sozusagen in der Champions League der Galopper, am Start, dort aber nach dem hohen Tempo, das sie vorlegte, chancenlos. Ihre Zucht- und Trainingsgefährtin Damur verkaufte sich jüngst auf der Neuen Bult als Dritte in einem Listenrennen nicht verkehrt, die Oberhand behielt aber in einer knappen Ankunft Gestüt Wittekindshofs North Mumm aus dem Stall von Andreas Wöhler, die bei dieser Gelegenheit auch vor Gestüt Ebbeslohs Winnemark aus dem Quartier von Peter Schiergen blieb. Beide Ladys gehören ebenfalls zur chancenreichen Opposition der Leger-Revanche.
Mit der von Uwe Stech für den Stall Werretal trainierten Shivajia rückt die diesjährige Gewinnerin des Iffezheimer T. von Zastrow Stutenpreis in die Startboxen ein. In Iffezheim hatte sie mit einer gewaltigen Speedleistung die Gruppe-II-Prüfung noch zu ihren Gunsten entscheiden können, dabei blieb sie vor einigen der heutigen Konkurrentinnen, vor Winnemark, Techno Queen, North Mumm und auch Virginia Sun. So kommt es am Sonntag auch in dieser Hinsicht zu einer Revanchepartie (Zum Langzeitmarkt).
Die von Dr. Andreas Bolte trainierte Early Morning muss nach ihrem Spaziergang auf der Dortmunder Sandbahn nun wieder in ganz anderer Gesellschaft Farbe bekennen. Vor einem Jahr war sie in dieser Prüfung allerdings chancenlos.










