Am Dienstag ging die Sandbahn-Saison 2015/16 in die dritte Runde. Nur eine Woche nach dem ersten Neusser Renntag ging es am Hessentor schon weiter. Es wurden nur Handicaps entschieden, für die Altersgewichtsrennen kamen nicht genügend Starter zusammen. Dabei kamen aber vier frische Sieger an den Start. Die Chance, die ersten Doppelsieger des Wintermeetings erleben zu können, doch keiner der jüngst auf der Sanbahn siegreichen Kandidaten konnte an diesem Tag gewinnen.
Die ersten beiden Rennen gingen an Familie Weißmeier respektive den Weißmeier-Nachwuchs. Zunächst setzte sich Esther Ruth Weißmeier auf der 59:10-Chance Incorruptible aus dem Stall von Regine Weißmeier im Ausgelich IV über 1500 Meter durch, dann legte Fabian Xaver Weißmeier nur eine halbe Stunde später auf Ronny Heimburgers 139:10-Außenseiterin Floralys im Ausgleich IV über 1900 Meter durch. Der heiße Favorit Newnton Lodge musste außen herum manchen Meter mehr machen und wurde nur Vierter. Am PMU-Toto zahlte der Sieg der Flower Alley-Tochter sogar 192:10.
Familensache war auch das Sprint-Handicap (Ausgleich IV) über flotte 1100 Meter. Anna van den Troost setzte sich mit starkem Schlussakoord auf dem von ihrem Bruder Toon trainierten vierjährigen Wallach Ponthieu (44:10) durch. Auf Dortmunder Sand kündigte sich der Palace Episode-Sohn mit Rang zwei hinter Miracle S bereits an, jetzt also der volle Erfolg für Ponthieu. Und eben dieser Miracle S ging dann auch als heißer 14:10-Favorit im Ausgleich III über 1100 Meter an den Start. Doch der Toylsome-Sohn hatte von Beginn an seine Probleme und kam später nur als Vierter ins Ziel. Es gewann der Kistenritt von Esther Ruth Weißmeier (zweiter Tageserfolg) The Paco Kid. Das Leichtgewicht im Rennen, die mit drei Kilo Erlaubnis ausgestattete Esther Ruth Weißmeier musste lediglich 49,5 Kilo auswiegen, kam auf dem von Anthonius Franzen trainierten Dreijährigen zu einem überlegenen Sieben-Längen-Erfolg über Emirati Spirit und World’s Danger (Zum Video).
Es war bereits der zweite Erfolg für Franzen und die Dutch Master Stables. Eine halbe Stunde zuvor gewann Robin Weber den Ausgleich IV über 1900 Meter auf Dutch Master (38:10), der als Namensgeber für die Dutch Master Stables fungiert. Nach einem Rennen von der Spitze aus marschierte der Dutch Art-Sohn auch unter Höchstgewicht in der Zielgeraden immer weiter und gewann schließlich vor Big Moun. Für Dutch Master war es der erste Auftritt in diesem Jahr auf Sand und es gab gleich den Sieg. Robin Weber gewann dann auch noch das letzte Rennen der Karte, den Ausgleich IV über 2300 Meter, auf der von Sebastian Krzysztof Kludka trainierten Las Fuentes, die als 25:10-Favoritin ihre Startbox verließ. Dass er nicht nur auf Gras gewinnen kann, sondern auch auf den weiten Distanzen der Sandbahn zu punkten weiß, zeigte Christian von der Reckes Kolonel Kirkup (28:10) im Ausgleich IV über 2300 Meter. Für das Auge ging der lange führende Bugler’s Dream sogar einen Ticken besser als der Dr. Fong-Sohn, doch Alex Pietsch kämpfte verbissen und holte sich einen wichtigen Punkt im Kampf um das Jockey-Championat (Zum Video).













