Ittlingen-Festival in San Siro – Felician gewinnt Gruppe III

Janet Leve-Ostermann legte in San Siro für ihren Bruder Manfred vor. Der von ihrem Mann Ferdinand Leve trainierte Felician siegte gut anderthalb Stunden, bevor Lovelyn der großartige Gruppe I-Triumph im Premio Jockey Club gelang, nach einem bärenstarken Glanz-Finish von Andrasch Starke im mit 61.600 Euro dotierten Premio Del Piazzale (Gruppe III) über 1800 Meter gegen Sufranel und den drittplatzierten Brisanto.

Starke hielt den Haus Ittlinger unterwegs bei strammer Fahrt im hinteren Drittel des Feldes. Im Einlauf brachte er den siebenjährigen Motivator-Sohn behutsam in Position und setzte den etwas speziellen Wallach, so wie er es mag, nicht zu früh ein. Kurz vorm Pfosten setzte Starke dann die entscheidende Attacke gegen Stefano Bottis Sufranel und war im Ziel sicher voraus.

Erstaunlicherweise war Miltcho Minchevs Brisanto mit Eduardo Pedroza als 31:10-Favorit ins Rennen gegangen. Der letztjährige Winterfavorit hielt sich unterwegs in der Nähe von Felician auf, fand aber im Einlauf nicht wie dieser den alles entscheidenden Gang. Im Ziel war er schließlich sicherer Dritter von sechs Teilnehmern.

Andrasch Starke hatte sich bereits im Führring sehr optimistisch über die Aussichten von Felician, der 47:10 auf Sieg zahlte, geäußert. Der schwere Boden wäre passend und wenn es genügend Tempo für den Speed des Wallachs geben würde, müsste er allererste Chancen auf den Sieg haben. Starke sollte wie bei seiner Prognose für Lovelyn Recht behalten.

Die beiden anderen Teilnehmer der Mailänder Gruppe-Karte hatten deutliche Schwierigkeiten mit dem sehr elastischen Geläuf. Der Zweijährige Royal Shaheen aus dem Stall von Andreas Wöhler grub sich als 30:10-Favorit in der Geraden im von Stefano Bottis Biz Heart gewonnen mit 275.000 Euro dotierten Gran Criterium (Gr.II) über 1600 Meter förmlich ein. Trotz unpassender Bodenverhältnisse erreichte er einen anständigen vierten Platz. Pedroza verlangte Jaber Abdullahs hoch veranlagtem Youngster allerdings auch nur das Nötigste ab.

Im Premio Omenoni (Gr.III) über 1000 Meter versuchte Guido Schmitts Sprinter-As Gamgoom aus dem Stall von Mario Hofer seinen elften Jahrestreffer zu landen, fand jedoch auf der schweren Bahn nie in die Partie und wurde von Eduardo Pedroza zeitig in Ruhe gelassen. „Ich hatte das schon befürchtet, weil er immer nur auf fester oder guter Bahn gewonnen hatte. Jetzt wissen wir, dass er so ein Geläuf überhaupt nicht mag“, teilte Mario Hofer auf der Rückfahrt von Baden mit.

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