Am Samstagabend kamen bei Arqanas Vente De L’Arc in Saint-Cloud auch einige deutsche Gruppepferde unter den Hammer. Und leider für den deutschen Rennsport, aber natürlich gut für die Besitzer, wurden drei von den sechs deutschen Black Type-Galoppern ins Ausland verkauft.
Den Anfang machte mit Lot Nr. 2 der zweifache Gruppe III-Sieger Wake Forest. Die Besitzer des Sir Percy-Sohnes, Klaus Allofs und die Stiftung Gestüt Fährhof, machten am Samstag nach Potemkins Sieg im Preis der Deutschen Einheit also zum zweiten Mal Kasse. Bei 140.000 Euro erhielt Bradley Thoroughbreds Brokerage LLC den Zuschlag, es geht nun vermutlich für Wake Forest in die USA, wo er kürzlich in der Arlington Million recht anständig lief.
Mit Lot Nr. 21 war Stall Australias Kerosin der nächste Deutsche, der verkauft wurde. Stroud Coleman Bloodstock Ltd. erhielt bei 120.000 Euro den Zuschlag für den Tertullian-Sohn.
Den höchsten Zuschlagspreis aus deutscher Sicht erzielte Eckhard Saurens Adlerflug-Sohn Nordic Flight, der mit Lot Nr. 39 den Ring betrat. 300.000 Euro bezahlten De Burgh Equine Ltd. und Narvick International für den Leger-Dritten. „Ecki“ Saurens Nordico wurde wie im Vorjahr nicht zugeschlagen, diesmal ging er als Lot Nr. 38 bei 220.000 Euro zurück.
Das Fußballer-Pferd El Tren musste sogar schon bei schlappen 25.000 Euro unverkauft den Ring verlassen. Einer der angebotenen Deutschen wurde zwar verkauft, aber bleibt im Lande. Mario Hofer zahlte für Qatar Racings Rogue Runner, der in Zukunft die Farben von Eckhard Sauren tragen wird, 80.000 Euro.
Wie immer war die Auktion ein großer Erfolg, alle „Big Player“ waren am Start. 32 verkaufte Lots erzielten einen Gesamtumsatz von 7.774.000 Euro (plus 20,81 Prozent gegenüber 2014), wobei es zwei Zuschläge im siebenstelligen Bereich gab. Für einen sorgte erwartungsgemäß der diesjährige Sieger im Großen Preis von Baden und voraussichtliche Arc-Starter Prince Gibraltar (Lot 43), für den die Agence Fips 1,35 Millionen Euro bezahlen musste. Für den zweiten Kandidaten, der am Sonntag ins Pariser Monstre-Rennen gehen wird, den Galileo-Sohn Spiritjim (Lot 50), bot Sun Bloodstock erfolgreich 570.000 Euro.
Der zweite Millionen-Zuschlag, die dreijährige Hurricane Run-Tochter Weekela (Lot 43), die am Sonntag im Prix de l’Opera (Gr.I) laufen soll, wurde Oceanic Bloodstock Inc. für 1,1 Millionen Euro zugeschlagen. Die Gruppe III-Siegerin sowie Gruppe I-Zweite kommt übrigens aus der Zucht des Deutschen Dieter Bürkle und ihre Großmutter Morning Queen ist eine Vollschwester des großartigen Monsun.










