Bei der zweitägigen Orby Sale von Goffs, die am vergangenen Mittwoch mit einem zufriedenstellenden Ergebnis endete, gab es zwei deutsche Zuschläge und bei der Sportsman’s Sale am darauffolgenden Donnerstag waren deutsche Käufer dreimal erfolgreich.
Die HFTB Racing Agency von Holger Faust ersteigerte zwei Jährlingshengste von Hat Trick. Der eine, Lot Nr. 128 kostete 70.000 Euro und den zweiten Hengst, Lot Nr. 439, kaufte Faust für 90.000 Euro. Beide Youngster haben ein rein US-amerikanisches Papier. „Der Markt war sehr stark. Ich hätte auch gerne einen Nachkommen von solch kommerziellen Hengsten wie Dark Angel, Kodiac oder Zoffany gekauft, aber da kommst du nicht dran. Meine beiden Jährlinge sehen klasse aus, der eine erinnert mich sehr an Darius Racings Hat Trick-Sohn Palang. Zudem bin ich ein großer Fan von Sunday Silence, dem Vater von Hat Trick“, teilte Holger Faust nach der Rückkehr aus Irland gegenüber GaloppOnline.de mit.
Die Orby-Sale konnte mit den Zahlen von 2014 nicht ganz mithalten. Zwar schloss man mit einem Gesamtumsatz von 38.953.500 knapp über dem Vorjahr ab, doch der Durchschnitt von 104.433 Euro lag vier Prozent unter 2014 und der Median von 62.000 Euro sogar 11 Prozent unter 2014. Der zweite Tag von Orby bedeute ein Meilenstein in der Geschichte dieser Auktion, denn zum ersten Mal konnte man drei siebenstellige Zuschläge verzeichnen. Der höchste Zuschlag in diesem Bereich und zugleich auch Salestopper der Auktion war eine Tochter (Lot 432) von Raven’s Pass aus der Familie von Salsabil und Marju und Enkelin der großartigen Flame of Tara, die das Moyglare Stud aus dem Angebot von Pat O’Kellys Kilcarn Stud für 2 Millionen Euro kaufte.
Am Eröffnungstag ging eine vom Mountarmstrong Stud angebotene Frankel-Stute (Lot 23) aus der fünffachen Gruppe 1-Siegerin Alexander Goldrun als Tages-Topseller für 1,7 Millionen Euro an den China Horse Club. Den höchsten Zuschlag bei den Hengsten erzielte ein Galileo-Sohn (Lot 397), bei dem David Redvers für Sheikh Fahad Al Thani gemeinsam mit Steve Parkin bei 1,2 Millionen Euro den längeren Atem im Bieteduell gegen MV Magnier hatte. Der junge Hengst wird zukünftig für Sheikh Fahad und Parkin, die bereits einige Partnerschaften haben, Rennen bestreiten.
Am Donnerstag waren Uwe Stech und John David Hillis bei der Sportsman Sale im selben Auktionsrund, bei der die Preise wesentlich moderater waren, dreimal erfolgreich. Stech kaufte eine Tochter von Elnadim (Lot 514) für 8.000 Euro und bekam bei einer Famous Name-Stute (Lot 721) bei 3.000 Euro den Zuschlag. Hillis ersteigerte Lot 698, eine Dick Turpin-Hengst für 10.000 Euro.











