Neun Starts, acht Siege. Das sind die nackten Zahlen hinter American Pharoah. Doch der dreijährige, von Bob Baffert trainierte Pioneerof The Nile-Sohn ist so viel mehr. Am 6. Juni gewann American Pharoah in den Farben der Zayat Stables die Belmont Stakes, was gleichbedeutend mit dem Sieg der „Triple Crown“ war und ihn endgültig zum absoluten Superstar avancieren ließ.
Einen Star, wie ihn die „Amis“, die zuvor 37 Jahre lange auf einen Sieger der „Dreifach-Krone“ warten mussten, lieben. Danach kam American Pharoah noch in den William Hill Haskell Invitational Stakes an den Start, die er standesgemäß gewann. „Er ist ein Geschenk Gottes“, ließ Bob Baffert seinen Emotionen damals freien Lauf. Am Samstag nun kommt das offiziell aktuell beste Pferd des Globus auf der Rennbahn Saratoga im Großraum New York in den zur Gruppe I zählenden Travers Stakes über 2011 Meter an den Ablauf. Und nur die allergrößten Pessimisten zweifeln an einem weiteren Erfolg des Weltklasse-Hengstes, der natürlich wieder von Victor Espinoza geritten werden wird. Ursprünglich war das Rennen mit 1.250.000 US-Dollar dotiert, doch durch den Start des Superstars hob man die Gesamtdotierung auf 1,6 Millionen Dollar an.
Bei den meisten Buchmachern notiert American Pharoah, der bislang auf einen unglaublichen Gesamtverdienst von 5.630.300 US-Dollar kommt, erwartungsgemäß als kochend heißer 12:10-Favorit für die Travers Stakes. Im Falle eines Sieges kämen noch einmal 850.000 Dollar hinzu.
„Störenfriede“ für die nächste Baffert-Party werden nicht wirklich erwartet. Im Grunde kommen auch nur zwei Pferde für die weiteren Platzierungen in Frage. Zum einen Frosted und zum anderen Texas Red. Kiaran McLaughlin trainiert den Tapit-Sohn Frosted für Godolphin. Joel Rosario wird ihn reiten, wie schon bei seinem zweiten Platz hinter „Pharoah“ in den Belmont Stakes. Es war nicht das einzige Mal, dass Frosted dem großen Star des Tages den Vortritt lassen musste. Im Kentucky Derby wurde er Vierter. Alleine diese beiden Formen machen ihn zu einem Anwärter auf den Ehrenplatz. Nicht mehr und nicht weniger. Das gilt auch für den Auftritt von Texas Red. Der Schützling von Keith Desormeaux machte als Zweijähriger in den Front Runner Stakes Bekanntschaft mit American Pharoah und wurde Dritter. Zuletzt gewann er die zur Gruppe II zählenden Jim Dandy Stakes in Saratoga gegen Frosted. Diese beiden sollten hinter American Pharoah über Rang zwei streiten, doch wirklich interessieren wird sich für dieses Duell wohl niemand (Zur Rennkarte).












