Son Cesio ist die Messlatte in der Goldenen Peitsche

Was haben die Trainer Francois Rohaut (Frankreich), Henri-Alex Pantall  (Frankreich), Rune Haugen (Norwegen), Jan Pubben (Holland), Frederic Sanchez (Frankreich), Jamie Eustace (England) und Sandor Ribarski (Ungarn) gemeinsam? Sie alle haben seit 2007 den Gewinner in der Goldenen Peitsche und somit des wichtigsten Fliegerrennens des deutschen Turfs gestellt. Henri-Alex Pantall in diesem Zeitfenster sogar zweimal. Was folgerichtig bedeutet, dass der letzte Erfolg eines in Deutschland trainierten Pferdes in der Goldenen Peitsche schon eine gefühlte Ewigkeit zurückliegt. 2007 war dies der Fall, als Electric Beat für deutsche Interessen die Fahne hochhielt.

Nachdem das lange geplante Gastspiel des englischen Spitzensprinters Limato – Trainer Henry Candy wäre gerne gekommen, doch der Besitzer hat sich letzten Endes anders entschieden – nun doch nicht zustande kommt, ist der von Henri-Alex Pantall trainierte Son Cesio als die hohe Messlatte anzusehen. Fabrice Veron hat sich auch für Son Cesio und gegen die im Frühjahr in Iffezheim im Benazet-Rennen siegreiche Zylpha entschieden. Die Stute landete in Hamburg im dortigen Flieger Preis als 19:10-Favoritin auf Gruppe-III-Ebene lediglich auf Platz vier.

In der Dallmayr Prodomo Trophy von Riem bezwang Fly First Ende Juli den im Frühjahr an gleicher Stätte auf Gruppe-Ebene siegreichen Shining Emerald. Das erneute Duell findet diesmal auf einer 200 Meter kürzeren Distanz statt.  Was aus Sicht des Wöhler-Schützlinges noch relevanter sein könnte, ist die Tasache, dass Shining Emerald diesmal satte drei Kilo günstiger im Rennen steht. Interessant ist sicherlich die Tatsache, dass die Mutter des von Ferdinand Leve trainierten Fly First, die Inchinor-Tochter Felicity,  sich gleich zweimal in ihrer Laufbahn auch in der Goldenen Peitsche versuchte.

Donnerschlag ist in Iffezheim ein guter Bekannter. Er gewann 2014 das Benezat-Rennen völlig mühelos und sorgte in diesem Jahr mit seinem Erfolg im Hamburger Flieger Preis für eine große Überraschung. Für den Carvalho-Schützling kann das Geläuf nicht abgetrocknet genug sein. Auch Kolonel hat bereits in Iffezheim gewonnen, als Zweijähriger und zwei Jahre später auf Listen-Ebene. Im diesjährigen Benazet-Rennen kam er hinter Zylpha und Donnerschlag auf Rang drei über die Linie. Er zählt wie Daring Match, Birthday Prince und Mikesh zu den Kandidaten, die an einem guten Tag für eine Platzierung mitmischen können. Ross nimmt als einziger Dreijähriger die Herausforderung gegen die älteren Spezialisten an. Um vorne zu landen, wäre eine deutliche Steigerung vonnöten (Zum Langzeitmarkt).

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