Mit dem Preis der Sparkassen Finanzgruppe startet die „Große Iffezheimer Rennwoche“ ihr Gruppe-Programm. Ehemals als Spreti-Rennen bekannt, ist diese über die neutrale 2000-Meter-Distanz ausgeschriebene Gruppe-III-Prüfung schon ein wahres Traditionsrennen par excellence. Es ist vor allem auch eine der wenigen großen Chancen für die vierjährigen und älteren Pferde, denn der Preis der Sparkassen Finanzgruppe bleibt für die Vertreter des Derby-Jahrgangs unverändert verschlossen. War die Prüfung vor allem zu Beginn der neunziger Jahre ein gefundenes Fressen für die Gäste vor allem aus England, so sind die einheimischen Quartiere in jüngerer Vergangenheit meist unter sich.
So auch in der diesjährigen Edition, die sieben Pferde am Start sieht, darunter befindet sich mit Lucky Lion aber immerhin ein gestandener Gruppe-I-Sieger. Der letztjährige Mehl-Mülhens-Sieger, Derby-Zweite und Gewinner des zur Gruppe I zählenden Großen Dallmayr-Preises, Gestüt Winterhauchs Lucky Lion, kündigte sich vor wenigen Wochen mit seinem vierten Platz im Großen Dallmayr-Preis wieder nachdrücklich an. Der von Andreas Löwe trainierte Sharmadal-Sohn war auf der Linie nicht weit zurück. Nun könnte ihm auf Gruppe-III-Parkett der erste Saisontreffer gelingen, zumal der Hengst in München erst seinen dritten Saisonstart absolvierte. Auf jeden Fall tritt der klassische Sieger im Preis der Sparkassen Finanzgruppe auf seiner Idealdistanz an, wie bei seinen beiden letzten Starts konnte Andreas Löwe den siebenfachen Champion Andrasch Starke verpflichten (Zum Langzeitmarkt).
Immer weiter verbessert ist der von Paul Harley für das Gestüt Brümmerhof trainierte Wildpark. Auf Listen-Ebene siegte der Brümmerhofer in Hoppegarten, bezwang dort auch veritable Gruppe-Sieger. Kurzum: Wildpark dürfte allemal das Können besitzen, um auf Gruppe-III-Parkett zu bestehen. Immer vorne dabei, aber letztmals Ende 2013 im französischen Le Croise-Laroche auf Listenebene erfolgreich war Nicolosio. Etwas elastischer Boden wäre für den so konstanten Burschen nicht verkehrt, doch sehen die Wettervoraussagen anders aus. In der Form aus dem diesjährigen Großen Preis der Badischen Unternehmer, als er lediglich Ito den Vortritt lassen musste, wäre er ein erster Anwärter auf den Sieg.
Der von Andreas Wöhler trainierte Simba ist nach Gesamtform betrachtet sicherlich auf gutem Weg zu seinem ersten Gruppe-Sieg. Vor gut einem Jahr scheiterte Simba in Krefeld an dem damaligen Derby-Vierten Eric, dann war für ihn die Saison verletzungsbedingt zu Ende. Anfang August war der Neuanfang fällig. In einem leichten Altersgewichtsrenen dürfte er sich den Schliff geholt haben, der ihn für die Aufgabe am Sonntag zu einem höchst interessanten Kandidaten macht. Nicht aus der Welt wäre eine vordere Platzierung von Pas de deux, ein Seriensieger des Vorjahres, der zuletzt in einem Course-B-Rennen auf der Sandbahn in Deauville als Zweiter einen sehr guten Eindruck hinterließ.












