Andreas Wöhler hält sich aktuell in Melbourne auf, wo er am kommenden Sonntag einer der Finalisten bei der Vergabe der prestigeträchtigen Fred Hoysted Medaille während der Scobie Breasley Medaillen Feierlichkeiten ist. Dort wird u.a. zu Ehren der Australischen Jockey Legende Scobie Breasley, der 2006 im Alter von 92 Jahren verstarb, dem von den Stewards von Victoria Racing ausgewählten herausragenden Jockey der vergangenen Saison, die Scobie Breasley Medaille verliehen.
Bei dieser Gelegenheit hat Andreas Wöhler den lokalen Medien einiges über die Pläne mit seinen möglichen Startern in Australien, Simba, Goldstream, Singing und Turfdonna verraten. Dabei sagte Wöhler der australischen Presse, dass der vierjährige Teofilo-Sohn Simba der wahrscheinlichste Teilnehmer am diesjährigen Spring Racing Carnival in Melbourne Down Under sei. Simba ist zusammen mit den drei genannten Pferden einer der Galopper, die Andreas Wöhler für die renommierte Cox Plate genannt hat. Singing und Goldstream bekamen von Wöhler zudem einen Eintrag für den BMW Caufield Cup.
„Simba, doch wir denken ein Rennen wie die Mackinnon Stakes könnten für ihn besonders gut passen“, antwortete Wöhler auf die Frage, mit welchem Pferd er am Ehesten nach Melbourne reisen würde, aber dass es nicht notwendigerweise die Cox Plate sein müsste. „Er ist ein großes Pferd, das sich im vergangenen Jahr verletzt hatte, und dieses Jahr erst ein leichtes Altersgewichtsrennen bestritt, das er gewann. In zwei Wochen soll er wieder starten”, fügte der in der aktuellen Championats-Wertung führende Trainer hinzu.
Von seinen anderen Pferden, die für den Spring Carnival nominiert seien, wäre der Caufield Cup die wahrscheinlichste Option für den im australischen Besitz befindlichen Singing, sollte dieser den Trip in die südliche Hemisphäre antreten. Nach dem schwachen Abschneiden von Singing im Großen Preis von Berlin (Gr.I) würde sein nächster Start darüber entscheiden, ob er nach Melbourne fliege. Andreas Wöhler meinte zudem, dass Turfdonna eher nicht nach Australien ginge, denn ihr Fokus liege darauf in Frankreich zu laufen und seine definitive Entscheidung, wer von den vier genannten Pferden und ob überhaupt Einer für Australien in Quarantäne ginge, würde in der ersten Septemberwoche fallen.
„Turfdonnas nächstes Ziel wird der Prix d l’Opera (Gr.I) am Arc-Tag sein, Singing, der sich letztes Jahr verletzt hatte und Zeit zur Erholung brauchte, muss sich erst noch einmal vorstellen und sein letztes Laufen korrigieren, damit eine Reise nach Australien Sinn macht. Goldstreams Abschneiden in Arlington war nach der langen Pause in Ordnung, zudem ist er zum ersten Mal links herum und auf einem engen Kurs gelaufen. Wir müssen sehen, wie er sich daheim verbessert, vom Gewicht her ist die Cox Plate für einen Dreijährigen schwer, wir müssen halt abwarten, wie er sich entwickelt“, meinte Andreas Wöhler abschließend zu den Australien-Plänen mit den erwähnten Cracks aus seinem Quartier.
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