Der Derbysieger Nutan ist zwar am Sonntag nicht dabei, wenn es in Krefeld im Grossen Preis der Sparkasse Krefeld über 2050 Meter auf Gruppe III-Ebene darum geht Revanche für die Niederlage im Derby zu nehmen, oder die Scharte einer schlechten Vorstellung aus dem Blauen Band auszuwetzen, aber immerhin stellt sich der Derby-Zweite Palace Prince vier Teilnehmern des Horner Derbys, um zu zeigen, dass er zumindest den Titel Jahrgangs-Vize zu Recht tragen darf (Zum Langzeitmarkt).
Palace Prince wird am Sonntag sicherlich als hoher Favorit in die Auseinandersetzung gehen, um Nachfolger des Siegers der ersten Krefelder „Derby-Revanche“ im letzten Jahr, Eric, zu werden. Doch die Aufgabe wird für Andreas Löwes Areion-Sohn, der erst nach der Umstellung auf weitere Distanzen zu seiner gute Zweijährigen-Form fand, kniffliger werden, als man es für einen Derby-Runner Up vermutet. Lediglich zweieinhalb Längen hinter Palace Prince wurde Andreas Wöhlers diesjähriger Epsom Derby-Starter Rogue Runner Fünfter im Blauen Band. Sein Betreuer ist sich sicher, dass der in Krefeld zu erwartende schnelle Boden für seinen Schützling genauso wie die in Horn erstmals angelegten Scheuklappen dazu taugen sollten, im Stadtwald den Spieß gegen den „Löwen“ umzudrehen.
Knappe zwei Längen hinter Rogue Runner passierte der Auenqueller Molly le Clou als Siebter im Deutschen Derby den Pfosten und eigentlich hatte man im Lager von seinem Trainer Jens Hirschberger entschieden, mit dem Dritten aus dem klassischen Mehl-Mülhens-Rennen fortan wieder auf die Meile zurückzukehren. „Er platzt förmlich aus allen Nähten und zerlegt mir die Box, so frisch ist er, daher muss er jetzt die 2050 Meter laufen, aber danach geht er definitiv auf die Meile zurück. Doch die in Krefeld geforderte Distanz kann er so gerade noch stehen“, begründet Hirschberger gegenüber GaloppOnline.de seinen Meinungsumschwung.
Ein Teilnehmer könnte den Derbystartern von Hamburg zeigen, dass er auch in Horn ein Wörtchen mitgeredet hätte, wäre Iquitos vom Stall Mulligan nachgenannt worden. Aber das wollte man damals nicht, man blieb vernünftig und machte erst einmal auf der Handicap-Schiene weiter. Nach dem fünften Platz beim Debüt hinter einer gewissen Turfdonna, die damals ihr Debüt siegreich gestaltete und sich inzwischen Stutenkönigin nennen darf, blieb der Adlerflug-Sohn bei den folgenden drei Auftritten ungeschlagen und strebt am Sonntag zum ersten Mal in seinem Leben nach Gruppe-Lorbeer. Sein Trainer Hans-Jürgen Gröschel sagt, dass er sich sicher sei, dass der kompakte, sehr talentierte Bursche Black Type im Tank habe.
In jedem Fall bedeutet Iquitos ein spannendes Fragezeichen im Krefelder Höhepunkt der Sommersaison, der quasi leider auch schon mit seinem bunten Rahmenprogram von Handicaps, zwei Dreijährigen-Konkurrenzen auf Maidenniveau, einem Araber-Rennen und einer Wettchance des Tages mit Viererwette im Ausgleich IV über 2200 Meter eine Überleitung zum Krefelder Saisonfinale am 8.November mit zwei Gruppe III-Rennen bildet.











