Second Step gewinnt Großen Preis von Berlin

England, Irland, Frankreich, Japan, Hong Kong, Dubai, USA, Kanada, Singapur und jetzt Deutschland. Newmarket-Trainer Luca Cumani hat es geschafft und mit dem Großen Preis von Berlin (175.000 Euro) am Sonntag im elften Land einen Gruppe I-Treffer erzielt.

Mit Second Step (30:10) griff der gebürtige Italiener in der Hauptstadt an. Zunächst sah man vierjährigen Dalakhani-Sohn in der 2400 Meter-Prüfung an fünfter Stelle, während Filip Minarik auf Ito einen flotten Takt vorlegte. „ich wollte eigentlich an zweiter, dritter Stelle gehen, hatte aber ein schlechten Start“, sagte Jockey Jamie Spencer später. Auch Andrasch Starke war auf dem amtierenden Derby-Sieger Nutan gleich in vorderen Regionen auszumachen. Im Einlauf versuchte der Schlenderhaner aus der Quartier von Jean-Pierre Carvalho früh den entscheidenden Satz zu machen, doch Nutan blieb der schärfste Gegner für den Adlerflug-Sohn.

Starke musste den Schützling von Peter Schiergen kurz noch einmal umdirigieren, doch dieser gab auch dann nicht klein bei und ließ sich nicht abschütteln. Nun brachte aber Jamie Spencer Second Step in die Partie, nachdem er seinen Partner im Schlussbogen schon ein wenig bemühen musste. An der Außenseite wurde der Vierjährige, der zuletzt Zweiter in den Princess of Wales’s Stakes wurde, nun immer zwingender. Ito wurde zwar nicht schwächer, aber gegen die Wucht des Engländers war der tapfer kämpfende Schlenderhaner am Ende ohne Chance (Zum Video).

„Er ist ein tolles Rennen gelaufen und wir haben das beste deutsche Pferd“, so Jean-Pierre Carvalho. Hochzufrieden war man natürlich im Team von Second Step. „Er musste im Schlussbogen schon geritten werden, aber ich wusste je länger das Rennen dauert, desto besser kommt er ins Rollen“, sagte Luca Cumani. Und Jamie Spencer fügte an: „Ich war mir früh sicher, dass er gewinnen wird.“

Hinter Ito gefiel der Derby-Sieger auch in der Niederlage. Für den Nizza-Galopper Nutan war es das erste Aufeinandertreffen mit den älteren Pferden. Vierter wurde der Vorjahressieger Sirius, der unter Jozef Bojko lange am Schluss des Feldes zu sehen war, der aber in der entscheidenden Phase noch einige Reserven frei machen konnte.     

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